Projektskizze für „Smart City“

Frankenberg will „smarte, vernetzte und nachhaltige Stadt“ werden

Frühzeitige Informationen und Warnmeldungen: Mehr Sicherheit auch bei Hochwasser und Starkregenereignissen verspricht die Smart-City-Projektskizze der Stadt Frankenberg.
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Frühzeitige Informationen und Warnmeldungen: Mehr Sicherheit auch bei Hochwasser und Starkregenereignissen verspricht die Smart-City-Projektskizze der Stadt Frankenberg.

Frankenberg will eine „Smart City“ werden: Deshalb wird die Stadt beim Land Hessen eine entsprechende Projektskizze einreichen.

Frankenberg – Über das Landesförderprogramm „Starke Heimat Hessen“ will Frankenberg die ersten Schritte in Richtung einer „smarten, vernetzten und nachhaltigen Stadt“ gehen.

Das Projekt hat eine geplante Laufzeit von zwei Jahren und ein Finanzvolumen von knapp 2,5 Millionen Euro. Dabei erwartet die Stadt eine Förderung von mehr als zwei Millionen Euro. Losgehen soll es nach den Vorstellungen der Stadt bereits im kommenden April, zuvor muss sich das Projekt allerdings noch im Rahmen eines Wettbewerbs behaupten.

Mehrere Projekte beispielsweise für effizienten Energieverbrauch und mehr Lebensqualität

Die Stadt geht dabei mit mehreren Projekten ins Rennen, Oberthemen sind unter anderem ein effizienter Energieverbrauch, ein ökonomischer Personaleinsatz, erhöhte Sicherheit und Sauberkeit, Verbesserungen im Verkehrsmanagement und mehr Lebensqualität.

„Der Weg zu einer smarten Stadt ist weit. Mit den angedachten Maßnahmen erwarten wir allerdings schon direkte positive Effekte zum Nutzen der Stadt“, sagt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß. Die Digitalisierung gebe der Stadt die Werkzeuge in die Hand, mit den Ressourcen noch sinnvoller umzugehen. „Es geht um schnellere und bessere Informationen“, so der Bürgermeister.

Frankenberg demonstriere mit dem Projekt, dass Kommunen mit maßvoll eingesetzter, innovativer Technologie nachhaltiger, lebenswerter und sicherer werden können.

Die geplanten Anwendungen decken ein breites Feld ab. So sollen im Projektzeitraum beispielsweise alle städtischen Gebäude mit entsprechender Sensorik ausgestattet werden, dass mithilfe von Monitoring (Überwachung) ein „smartes Gebäudemanagement“ möglich wird. Mit den erfassten Daten sollen unter anderem ein überdurchschnittlicher Energieverbrauch identifiziert und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Frühe Warnung bei Hochwasser und mitlaufendes Licht

Die Sicherheit in der Stadt hat mit gleich zwei Projektansätzen einen hohen Stellenwert. Zum einen soll mit dem Aufbau eines Pegelstand-Monitoring-Systems der Umgang mit Hochwasser und Starkregenereignissen in der Stadt verbessert werden. Die Stadt erhofft sich dadurch frühzeitige Informationen und Warnmeldungen, um im Ernstfall auch Evakuierungen rechtzeitig in die Wege leiten zu können.

Eine bessere Sicherheitslage und die Steigerung des Sicherheitsgefühls hat zum anderen die datenschutzkonforme und geräuschbasierte Überwachung von einzelnen Brennpunkten im Blick. Das System bietet eine geräuschbasierte Überwachung, die wiederum eine automatische Benachrichtigung an die Ordnungskräfte auslösen kann.

Eine „smarte Beleuchtung“ entlang der Fußgänger- und Radwegeverbindung durch die Ederauen, von der Goßbergstraße bis zur Walkemühle, soll als Modellprojekt getestet werden: Ein „mitlaufendes Licht“, gesteuert von Sensoren, wird nachts nur dort heller, wo Menschen in der Nähe sind.

Digitales Park-Leitsystem für Veranstaltungs- und Warnhinweise

Zwei weitere Ansätze zielen auf den Verkehrsbereich: Speziell an den zentralen Bus-Knotenpunkten am Bahnhof und in der Uferstraße sind digitale Anzeigen vorgesehen – die Anzeige von Busabfahrtszeiten soll dort in Echtzeit direkt an der Haltestelle realisiert werden.

Auch für den motorisierten Individualverkehr ist eine Verbesserung vorgesehen. Als Pilotprojekt für bestimmte Parkflächen in der Stadt ist ein digitales Park-Leitsystem geplant – so soll der „Parksuchverkehr“ in der Stadt reduziert werden. Über die Anzeigetafeln könnten darüber hinaus auch Veranstaltungs- und Warnhinweise für die Bevölkerung ausgespielt werden.

„Die Projekte für Frankenberg sollen Modellcharakter haben und bei Erfolg auch auf andere Kommunen übertragbar sein“, erklärt Bürgermeister Heß. Das erkläre auch die hohe Förderquote von 90 Prozent der förderfähigen Kosten. (Gerhard Meiser)

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