Frankenberger Bank ändert Preise ihrer Kontomodelle

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Ehrensache: (vorne von links) Kundenberater Gerald Mengel von der Frankenberger Bank zeichnete Günther Rinnewitz aus Frankenau und Walter Daume aus Löhlbach für 50-jährige Mitgliedschaft aus. Hier mit (hinten von links) den Bank-Vorständen Ralf Schmitt und Dieter Ohlsen. Insgesamt wurden in den sieben regionalen Mitgliederversammlungen 67 langjährige Mitglieder geehrt. 

Frankenberg. Neue Vorgaben von EU und Bankenaufsicht, stark gesunkenes Zinsniveau, sowie zunehmende Digitalisierung fordern auch bei der Frankenberger Bank Veränderungen: Die Bank ändert ihre Kontomodelle und passt die Preise an.

Während Kreditgeschäft, Kundeneinlagen und Mitgliederzahl nach den Worten von Vorstandsmitglied Dieter Ohlsen „top in Ordnung“ seien, habe sich die operative Ertragslage „nicht so positiv“ entwickelt, mit der Folge, dass eine Preiserhöhung bei den Kundenkonten nötig werde.

„Wir müssen unsere Kontenmodelle den aktuellen Marktgegebenheiten anpassen“, sagte Ohlsen in der regionalen Mitgliederversammlung in der Frankenauer Kellerwaldhalle und warb um Verständnis: „Wir glauben, dass wir Ihnen dafür eine hochwertige Dienstleistung bieten.“ Auch Vorstandsvorsitzender Ralf Schmitt sagte, man sei zwar zuversichtlich, dass man sich auch weiterhin am Markt behaupten könne, müsse aber gegensteuern: „Wir müssen reagieren.“

Hauptgrund für die Probleme sei neben dem Niedrigzinsniveau vor allem die Digitalisierung und Automatisierung im Bankgeschäft, erläuterte Dieter Ohlsen. Das Kundenverhalten habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert: Aufgrund der neuen Möglichkeiten, wie zum Beispiel Online-Banking oder Selbstbedienungsautomaten, würden die Kunden vermehrt Bankprozesse ohne Mitarbeiter in Anspruch nehmen. Vor allem die mobilen Endgeräte veränderten die Welt. Die meisten Kunden - nämlich 90 Prozent - würden online oder am Automaten ihre Bankgeschäfte erledigen, nur noch zehn Prozent in der Filiale. „Bei den Kosten ist es aber genau andersherum“, sagte Ohlsen. Hier würden die Filialen 90 Prozent der Kosten verschlingen.

In den letzten zehn Jahren habe die Frankenberger Bank 13 Millionen Euro in die 13 Standorte investiert. Der Kunde würde zwar seltener eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen, wenn er sie aber brauche, sei sie für die Mitarbeiter aufwändiger und zeitintensiver. Auch die Anforderungen an Ort und Zeit des Service hätten sich geändert. Dem wolle die Frankenberger Bank jetzt Rechnung tragen und plane geänderte Öffnungszeiten und ein zentrales telefonisches Kunden-Service-Center, an dem die Bank an fünf Tagen in der Woche von 8 bis 18 Uhr erreichbar sei.

Die Mitgliederversammlung in Frankenau war die letzte von insgesamt sieben regionalen Veranstaltungen, in denen der Vorstand über die wirtschaftliche Situation der Genossenschaftsbank und geplante Maßnahmen informierte. Insgesamt rund 1000 Mitglieder waren den Einladungen in den jeweiligen Geschäftsbezirken gefolgt. Von ihnen wurden 67 für ihre mindestens 50-jährige Mitgliedschaft in der Frankenberger Bank ausgezeichnet.

Wie die neuen Kontomodelle aussehen, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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