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Frankenberger Castwerk soll führender Anbieter von Magnesium-Teilen in Europa werden

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Von: Thomas Hoffmeister

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Symbolische Schlüsselübergabe für das Castwerk: Sascha Groß, Geschäftsführer der Hettich-Gruppe (rechts), überreichte einen gebackenen Schlüssel an die neuen Eigentümer Benedikt Niemeyer (3. von rechts) und Alexander Zucker. Hinter den Firmenschildern von links: Siegfried Schneider (Vertriebsleitung), Michael Beck (Produktionsleiter), Jan Schütz (Projekt-Management und Prozesstechnik) und Volker Nöchel (Personalwesen).
Symbolische Schlüsselübergabe für das Castwerk: Sascha Groß, Geschäftsführer der Hettich-Gruppe (rechts), überreichte einen gebackenen Schlüssel an die neuen Eigentümer Benedikt Niemeyer (3. von rechts) und Alexander Zucker. Hinter den Firmenschildern von links: Siegfried Schneider (Vertriebsleitung), Michael Beck (Produktionsleiter), Jan Schütz (Projekt-Management und Prozesstechnik) und Volker Nöchel (Personalwesen). © Thomas Hoffmeister

Das Castwerk an der Siegener Straße in Frankenberg, in dem hochmoderne Teile für die Automobil- und Fahrradindustrie aus Magnesium hergestellt werden, hat seit dem 1. Juli neue Eigentümer.

Frankenberg - Wie die HNA bereits im Mai meldete, haben das private Beteiligungsunternehmen Sierra Zulu GmbH (Wiesbaden) und die Niemeyer Investment GmbH (Düsseldorf) alle Vermögensgegenstände sowie den laufenden Geschäftsbetrieb des Castwerkes zum 1. Juli übernommen. Das gilt auch für die 212 Mitarbeiter.

Sascha Groß, Mitglied der Geschäftsleitung des Mutterkonzerns Hettich (das Castwerk war rechtlich eigenständig), überreichte am Freitag symbolisch einen gebackenen Schlüssel an die neuen Eigentümer Benedikt Niemeyer (Niemeyer Investment) und Alexander Zucker (Sierra Zulu GmbH).

Die Geschäftsleitung in Frankenberg bilden Michael Beck (Produktionsleiter), Jan Schütz (Projektmanagement und Prozesstechnik), Siegfried Schneider (Vertrieb) und Volker Nöchel (Personal).

Unter dem neuen Namen „Castwerk Technologies“ soll das Werk laut Alexander Zucker „der führende Hersteller von Magnesiumteilen in Europa“ werden.

Neue Segmente erschließen

Über die bisherigen Geschäftsfelder hinaus wollen die neuen Eigentümer auch Kunden aus den Segmenten Gartengeräte, Markisen sowie Ummantelung elektronischer Bauteile (etwa für Laser) generieren.

Bereits unter der alten Geschäftsführung sei eine „Simulations-Software“ angeschafft worden, mit der – in enger Abstimmung mit den Kunden – Werkzeuge für die Produktion neuer Magnesiumteile hergestellt werden können, sagte Alexander Zucker.

Das Castwerk erwirtschaftete laut Sascha Groß im Jahr 2021 einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro. Für das laufende Jahr strebe man „35 Millionen plus“ an, sagte Geschäftsführer Niemeyer.

Groß: Ganz andere Spielregeln

 „Der Markt Automotive hat ganz andere Spielregeln als unser Kerngeschäft im Bereich Möbelbeschläge“, sagte Hettich-Geschäftsführer Sascha Groß auf die Frage, warum das Castwerk verkauft worden sei. Zuletzt habe es „Schwierigkeiten“ gegeben. Man benötige Partner mit entsprechender Erfahrung im Bereich Guss, erklärte Groß. Der Mutterkonzern Hettich sei überzeugt, dass man „die richtigen Partner“ gefunden habe.

Zum Kaufpreis machten beide Seiten, auch auf Nachfrage, keine Angaben.

Von Thomas Hoffmeister

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