Projekt zum Klimaschutz

Frankenberger Edertalschüler pflanzen Schulwald in Rodenbach

Im Revier Rodenbach: (von links) Förster Volker Debes begleitet hier die Edertalschüler Gianluca (11), Janno (11), Silas (10), Jonas (11) und Lehrerin Alisa Kroh beim Pflanzen von Eichensetzlingen.
+
Im Revier Rodenbach: (von links) Förster Volker Debes begleitet hier die Edertalschüler Gianluca (11), Janno (11), Silas (10), Jonas (11) und Lehrerin Alisa Kroh beim Pflanzen von Eichensetzlingen.

Zusammen mit Förster Volker Debes pflanzen junge Edertalschüler Eichensetzlinge im Revier Rodenbach. Ein Projekt für den Klimaschutz.

Frankenberg - Die Schüler der fünften Klassen der Edertalschule sind fleißig dabei, kleine Bäumchen in die Erde zu bringen. Während die einen mit dem Spaten Löcher ausheben, setzen die anderen die Pflanzen ein und bedecken die Löcher wieder mit Erde.

Sie nehmen an dem neuen Projekt Schulwald der Edertalschule teil. Es wurde durch die Fachschaft Biologie und unter Leitung von Lehrerin Alisa Kroh initiiert.

Ziel sei es, dass die Kinder „ihre Bäume“ kontinuierlich während ihrer Schulzeit begleiten und dadurch einen lebensnahen Bezug zu Umwelt und Natur erfahren, sagt Kroh. Die Lehrerin hat Etiketten und Stifte mitgebracht, damit „jeder seinen eigenen Baum auszeichnen und sich mit dem Wald identifizieren kann“.

„Ihr seid heute Klimaschützer“

Der Leiter der Revierförsterei Rodenbach, Volker Debes, begrüßt die Schüler am Freitagmorgen und weist sie in ihre Arbeit ein. „Ihr seid heute Klimaschützer“, sagt er zu ihnen. Das Forstamt stellt der Schule die Bäume für das Projekt zur Verfügung.

Auf dem 7,9 Hektar großen Areal in Rodenbach sollen rund 4500 Bäume pro Hektar gepflanzt werden. „Eigentlich sagt man, dass 8000 Bäume pro Hektar gepflanzt werden können. Aber wir denken hier ja nicht wirtschaftlich, sondern wollen naturnah pflanzen“, sagt Debes. Das Areal, das als Schulwald genutzt werden kann, soll in Zukunft noch erweitert werden.

Pro Klasse 750 Bäume

Dem Projekt liegt ein detailliertes Konzept zugrunde, das Alisa Kroh und ihre Kollegen im Vorfeld ausgearbeitet haben. Der Plan sei, dass jedes Jahr zum Schulstart neue Bäume in dem Wald eingesetzt werden. Pro Klasse sollen 750 Bäume gepflanzt werden. Die erfahrenen älteren Schüler sollen die neuen Schüler dabei anleiten.

Der heutige Tag sei „ein Start“ gewesen, sagt Kroh am Freitag. Neben der Lehrerin, dem Förster und zwei Forstmitarbeitern sind auch viele Eltern dabei, um an dem Projekt mitzuwirken.

Schulleiter „hochgradig begeistert“

Auch Schulleiter Claus-Hartwig Otto ist vor Ort. „Ich bin hochgradig begeistert“, sagt er. Das gemeinsame Erleben bei dem Projekt biete auch die Chance, den Klassenzusammenhalt zu stärken. Später soll der Schulwald noch mit Infotafeln ausgestattet werden.

Gepflanzt werden Eichen. „Die Kinder bringen hier mit ihrer Leistung die Eiche in den Boden ein, das ist Klimaschutz hoch zehn“, sagt Förster Debes. Von Hannah Köllen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.