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Frankenberger Familienzentrum für 5,1 Millionen Euro ist bezugsfertig

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Von: Gerhard Meiser

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Den symbolischen Schlüssel für das neue DRK-Familienzentrum übergab (von rechts) Architekt Torsten Zimmer (Bad Wildungen) an Bürgermeister Rüdiger Heß und Kita-Leiterin Silke Ulbrich. Mit dabei: DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friederich Frese.
Den symbolischen Schlüssel für das neue DRK-Familienzentrum übergab (von rechts) Architekt Torsten Zimmer (Bad Wildungen) an Bürgermeister Rüdiger Heß und Kita-Leiterin Silke Ulbrich. Mit dabei: DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friederich Frese. © Gerhard Meiser

Trotz Corona-Pandemie, Fachkräftemangel und Lieferschwierigkeiten hat die Stadt Frankenberg in knapp einjähriger Bauzeit am Stadtrand in Richtung Burgwald ein neues Familienzentrum mit einer fünfgruppigen Kindertagesstätte errichtet: das „DRK-Familienzentrum Philipp Soldan“.

Frankenberg - Betreiber der Einrichtung ist der DRK-Kreisverband Frankenberg. In den drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen ist Platz für 99 Kinder – 75 in den Kita-Gruppen, 24 jüngere in der Krippe. Die Kita ist derzeit aber noch nicht voll belegt. Leiterin der Einrichtung ist Silke Ulbrich.

Schon am Montagmorgen sind die ersten Kinder in ihr neues Paradies eingezogen, mit bunten Rucksäcken, Bommelmützen auf dem Kopf und der Mama an der Hand. Sie können die neuen, hellen und barrierefreien Räume mit bodentiefen Fenstern und vielen Farben nun bespielen und beleben. Auch Ruheräume und eine Frischeküche gibt es.

2,1 Millionen Euro von Bund und Landkreis

Der Neubau hat 5,1 Millionen Euro gekostet – Bund und Landkreis steuerten 2,1 Millionen Euro bei, die restlichen drei Millionen Euro trägt die Stadt Frankenberg. Den Kindern stehen insgesamt 1462 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Das Familienzentrum verfügt über weitere 100 Quadratmeter, das Grundstück ist 3425 Quadratmeter groß. „Die Eltern können die Marburger Straße bis zum Familienzentrum bereits befahren“, informierte Bürgermeister Rüdiger Heß.

„Das Gebäude ist traumhaft geworden“, freute sich der Bürgermeister bei der kleinen Einweihungsfeier. Er sprach von einem „großen Tag für Frankenberg“ und einem „guten Tag“ für alle jungen Familien. Für die Stadt habe es immer hohe Priorität, die Kinder bestens zu betreuen, machte Heß deutlich: „Die Kinder sollen hier auf das Leben vorbereitet werden.“

Dank an Kreishandwerkerschaft

Sein Dank galt vor allem der benachbarten Kreishandwerkerschaft und auch dem Landkreis für die „partnerschaftliche Zusammenarbeit“: Die Kreishandwerkerschaft hatte das Grundstück zur Verfügung gestellt, der Landkreis für die notwendigen Ersatzflächen gesorgt.

„Die Einrichtung ist ein Paradebeispiel für Klimaschutz“, sagte Heß. Durch Erdwärme und die Photovoltaikanlage auf dem Dach könne sich das in Massivbauweise erbaute Gebäude komplett selbst beheizen, zudem habe das Haus ein Gründach. Von den 30 unterschiedlichen Gewerken seien 21 von Firmen und Handwerkern aus dem Landkreis errichtet worden, und trotz der Preissteigerungen im Laufe des Jahres sei der Neubau „im veranschlagten Budget“ geblieben.

Von einem „Leuchtturmprojekt“ mit Bewegungsangeboten, Ruhebereichen, Lese- und Kuschelecken für die Kinder sprach Architekt Torsten Zimmer (Bad Wildungen). Durch die Frischeküche könnten die Kinder zudem „bestmöglich mit frisch zubereiteten Mahlzeiten“ versorgt werden.

Den symbolischen Schlüssel für das fertig gestellte Gebäude überreichte der Architekt an Bürgermeister Heß.

Außenanlagen folgen in Kürze

Die Außenanlagen sollen in den nächsten Monaten noch fertiggestellt werden. Im Vorfeld der offiziellen Einweihung hatte sich Bürgermeister Heß schon bei den Handwerkern und den am Bau beteiligten Unternehmen für die gute und termingenaue Arbeit bedankt.  

DRK lobt gute Zusammenarbeit

„Das neue Gebäude ist top. Wir sind von Beginn an in die Planungen einbezogen worden, das war sehr fruchtbar“, wies DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter auf die gute Kooperation zwischen der Stadt und dem DRK-Kreisverband hin.

Für das Projekt seien keine finanziellen Aufwendungen gescheut worden, „um das Bestmögliche für die Kinder umzusetzen“. Durch die „bauliche Situation, das durchdachte Konzept und die Rahmenbedingungen“ der neuen Kindertagesstätte sei es auch kein Problem gewesen, das Fachpersonal für die Einrichtung zu bekommen. Zunächst arbeiten in der Kita zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Einrichtung ist aktuell noch nicht voll belegt.

„Es war die richtige Entscheidung, hier zu bauen“, sagte Peter. Wie berichtet, entsteht neben dem Familienzentrum an der Marburger Straße ein neues Wohngebiet mit 150 Bauplätzen. Auf der anderen Straßenseite liegt das Wohngebiet Im Bockental.

„Neue, innovative Einrichtung“

Die „neue, innovative Einrichtung“ sei inmitten der Erweiterung der Stadt Frankenberg geschaffen worden – „da, wo die jungen Familien künftig ihr Zuhause haben werden“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. „Kindertagesstätten sind die Wurzeln, die junge Menschen brauchen, um ihr Leben gestalten zu können. Dafür hat die Stadt die Voraussetzungen geschaffen“, betonte Frese. Sein Dank galt daher den Entscheidungen der städtischen Gremien, mit 950 000 Euro habe der Landkreis einen „ordentlichen Beitrag“ zur Finanzierung der Einrichtung geleistet. mjx

Nach nur einjähriger Bauzeit wurde das neue DRK-Familienzentrum am Montagnachmittag seiner Bestimmung übergeben. Seit Dienstag sorgen die Jüngsten bereits für Leben in der Einrichtung. In den nächsten Monaten sollen noch die Außenanlagen fertiggestellt werden.
Nach nur einjähriger Bauzeit wurde das neue DRK-Familienzentrum am Montagnachmittag seiner Bestimmung übergeben. Seit Dienstag sorgen die Jüngsten bereits für Leben in der Einrichtung. In den nächsten Monaten sollen noch die Außenanlagen fertiggestellt werden. © Gerhard Meiser

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