Burgwaldschüler arbeiten im Bereich des Vogelschutzes

Frankenberger Schul-AG als Projekt der Vereinten Nationen ausgezeichnet

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Dank und Anerkennung: Landrat Dr. Reinhard Kubat (rechts) überreichte der AG mit Biologielehrer Jens Freitag (2. von rechts) die Auszeichnung als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“. Hier mit (hinten von links) Bürgermeister Lothar Koch (Burgwald), Bürgermeister Rüdiger Heß (Frankenberg) und Rektor Helmut Klein. 

Die Arbeitsgemeinschaft Umwelt und Vogelschutz der Frankenberger Burgwaldschule ist als Projekt der Vereinten Nationen ausgezeichnet worden.

Frankenberg – „Wir haben an den grenzenlosen Fortschritt geglaubt. Aber achtsam mit der Natur umzugehen, ist vergessen worden“, mahnte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Doch dann lobte er die Schüler der Arbeitsgemeinschaft „Umwelt und Vogelschutz“ an der Burgwaldschule: „Ihr zeigt mit eurer Arbeit nachhaltig, dass jeder ein kleines Stück dazu beitragen kann, unsere Welt zu erhalten. Dafür danke ich euch herzlich.“

Vor einem großen Kreis von Schulgemeinde, Gästen und Naturschutz-Fachleuten aus Waldeck-Frankenberg überreichte der Landrat der Gruppe mit ihrem Biologielehrer Jens Freitag die Auszeichnung „Offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“.

Der Anlass: Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken und dies im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.

Die Schülerarbeitsgemeinschaft der Burgwaldschule tut dies schon seit Jahren im Bereich des Vogelschutzes, wie sie den Gästen des Festabends mit eindrucksvollen Bildern von Exkursionen, Vogelberingungen und Zusammenarbeit mit der Icarus-Initiative berichteten.

Seit zwei Jahren haben sich die Jugendlichen aber eines speziellen Problems angenommen - des millionenfachen Vogeltods an Glasflächen, ausgelöst durch eigene Beobachtungen und Schutzversuche an einem verglasten Übergang zwischen ihren Schulgebäuden (HNA berichtete).

Die Burgwaldschüler starteten damit eines der ersten Projekte für „vogelfreundliches Bauen mit Glas“ in Waldeck-Frankenberg und bekamen für die technische Umsetzung mit einer speziellen Nachrüstung der Scheiben kräftige Unterstützung von Bauamt, Ornithologen und Naturschutzbehörde, wie Jens Freitag dankend hervorhob.

Aufgeklebte Greifvogelsilhouetten sind nutzlos, im Zehn-Zentimeter-Abstand angebrachte senkrechte Folienstreifen äußerst effektiv, stellten die Schüler fest. Dafür gab es großes Experten-Lob von dem Ornithologen Klemens Steiof, der für den Berliner Senat „vogelfreundliches Bauen mit Glas“ als Programm vorantreibt und darüber in der Burgwaldschule berichtete.

Große Anerkennung erhielt die durch die UN ausgezeichnete Umwelt-AG auch von Schulleiter Helmut Klein. Mit ihrem Handeln habe sie Verantwortung übernommen, Empathie bewiesen und ein tief gehendes Verständnis für die Komplexität ökologischer Zusammenhänge bewiesen habe. „Das ist euer ganz konkreter Beitrag zur Umsetzung des Leitbildes unserer Schule“, sagte Klein.

Verantwortung übernommen

Von Karl-Hermann Völker 

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