Frankenberger Soldaten müssen nicht nach Syrien

Großübung: Frankenberger Soldaten nahmen an einer europäischen Übung in Niederösterreich für einen möglichen EU-Kampfeinsatz in der zweiten Jahreshälfte 2016 teil. Hier baut das Bataillon Elektronische Kampfführung 932 seine Ausrüstung auf. Fotos: nh

Frankenberg. Für Syrien sind die Soldaten der Burgwaldkaserne nicht vorgesehen. Sie müssen sich aber 2016 für einen Einsatz in der EU-Kampfgruppe bereithalten.

Frankenberg. Soldaten der Burgwald-Kaserne Frankenberg müssen derzeit nicht befürchten, in Syrien eingesetzt zu werden. „Wir sind bisher nicht dafür vorgesehen“, sagte Kommandeur Holger Schmör.

Dennoch könnte es sein, dass Soldaten der Kaserne in Krisengebieten eingesetzt werden: Das Bataillon Elektronische Kampfführung 932 (Eloka) muss sich erstmals für einen möglichen Einsatz in der EU-Kampfgruppe bereithalten.

Die EU-Kampftruppe (EUBG) ist eine für jeweils ein halbes Jahr aufgestellte militärische Formation der Krisenreaktionskräfte der Europäischen Union. Aufgabe dieser schnellen Eingreiftruppe wird es sein, in einem Krisengebiet im Ernstfall den Weg für Folgekräfte zu bereiten.

Die Eloka-Soldaten müssen sich für das zweite Halbjahr 2016 bereithalten. „Das wird eine Hausnummer“, sagte der Kommandeur. 70 Soldaten seien für einen eventuellen Einsatz vorgesehen, der im Natogebiet im Radius von 6000 Kilometern um Brüssel stattfinden könnte.

Im Konfliktfall müssten sie nach kurzer Vorwarnzeit ausrücken. Fahrzeuge und Geräte müssen dafür startklar gehalten werden. Da man im Vorhinein den Einsatzort nicht kenne, müsse man sich auf alle Eventualitäten vorbereiten, zum Beispiel auch für Impfungen der Soldaten sorgen. „Hoffentlich erhalten wir keinen Anruf“, sagte der Kommandeur.

Wie sich die Frankenberger Soldaten auf die neue Aufgabe vorbereiten, das lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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