„Perfektion und Genuss“

Frankenberger Sterne-Koch Erik Arnecke hat zweiten Michelin-Stern als Ziel

Sterne-Koch Erik Arnecke holte mit seinem Team wieder einen Michelin-Stern ins Restaurant „Philipp-Soldan“. Sein großes Ziel: einen zweiten Stern. Zwei Mal stand er schon ganz knapp vor diesem Erfolg.
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Sterne-Koch Erik Arnecke holte mit seinem Team wieder einen Michelin-Stern ins Restaurant „Philipp-Soldan“. Sein großes Ziel: einen zweiten Stern. Zwei Mal stand er schon ganz knapp vor diesem Erfolg.

Sterne-Koch Erik Arnecke vom Frankenberger Hotels „Die Sonne“ hat erneut seinen Michelin-Stern verteidigt. Sein nächstes Ziel ist für ihn klar: ein zweiter Stern.

Frankenberg – Seit 2015 überzeugt die Gourmetküche von Erik Arnecke nicht nur die Gäste im Restaurant „Philipp Soldan“ des Hotels „Die Sonne Frankenberg“. Seit Jahren sind auch die Inspektoren des Restaurant-Führers „Guide Michelin“ von den Künsten des Spitzenkochs begeistert.

Der Lohn der kreativen Kulinarik wurde Arnecke und seinem Team vor wenigen Tagen erneut dokumentiert: Der Guide Michelin prämierte das „Philipp Soldan“ mit einem „Stern“ – seit 2010 zum zwölften Mal in Folge, anfangs noch unter Küchenchef Florian Hartmann. Bundesweit gibt es aktuell insgesamt 310 „Sterne-Träger“.

Auch „Sonne“-Eigentümer Prof. Dr. Martin Viessmann und Geschäftsführer Gerhard Pohl gratulierten Arnecke und seinem Team zur erfolgreichen „Titelverteidigung“ – wegen der Corona-Pandemie diesmal nur per E-Mail. Auch die Michelin-Urkunde und die rote Plakette mit dem darauf abgebildeten Stern und der Jahreszahl 2021 wird wegen Corona in den nächsten Tagen nur per Post kommen. „Die Plakette mit Stern werden wir am Haus anbringen. Damit wollen wir die Kulinarik unseres Hauses noch mehr unterstreichen“, sagt Arnecke.

„Ein Bundesliga-Fußballer will auch mal Champions-League spielen.“

Erik Arnecke über seine Ziele

Neben dem Restaurant „Philipp Soldan“ wurden vom Guide Michelin auch die „Sonne-Stuben“ mit Chefkoch Timo Schröder und Markus Willich hoch dekoriert: Für ihre regional geprägte Küche mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bis 35 Euro wurden sie vom Guide Michelin mit dem Bib-Gourmand ausgezeichnet. „In den Sonne-Stuben sind kulinarische Genüsse auch für kleinere Budgets möglich“, erklärt Arnecke.

Für den 37-Jährigen ist die Entwicklung mit dem Michelin-Stern 2021 aber längst nicht abgeschlossen. Mit seiner Küche mit hochwertigen Produkten und frischen Zutaten aus dem Ederbergland arbeitet er intensiv an einem zweiten Stern für sein Haus. „Ich will meinen Gästen immer maximale Qualität und maximalen Geschmack präsentieren. Der erste Stern ist für mich nur der Startschuss. 2018 und 2019 war ich schon zwei Mal knapp am zweiten Stern dran“, erzählt der junge Familienvater. Sohn Felix wird im Mai ein Jahr alt.

„Essen mit Kreativität und Qualität“

„Das Ziel mit einem zweiten Stern haben wir nie aus den Augen verloren. Ein Bundesliga-Fußballer will auch mal Champions-League spielen“, macht Arnecke aus seinen Ambitionen keinen Hehl. Dies in die Tat umzusetzen, sei aber nicht einfach. „Das ist kein Selbstläufer. Es gibt viele Restaurants, die dieses Ziel erreichen wollen.“

Für einen Stern müsse das Essen an Kreativität und Qualität sehr gut sein, erklärt der Frankenberger Spitzenkoch. Für einen zweiten Stern müsse man aber „noch einen obendrauf setzen“: „Dafür bedarf es Konstanz, motivierter Mitarbeiter und einer unverwechselbaren Handschrift.“ Bei einem Teller von Erik Arnecke müsse der Gast schon visuell wahrnehmen können: Dieser Teller ist von Erik Arnecke. „Für mich ist gutes Essen eine persönliche Ausdrucksform von Perfektion, Genuss und Ästhetik. Das muss der Gast merken können.“

Woraus Arnecke auch keinen Hehl macht: Den zweiten Stern will der Spitzenkoch gerne im Hotel „Die Sonne“ erreichen. „Meine nähere Zukunft sehe ich in Frankenberg. Hier weiß ich, was ich habe. Aber man kann nicht in die Glaskugel schauen, das Leben ist kein Wunschkonzert.“

Auch für den zweiten Stern setzt Arnecke auf regionale Produkte – beispielsweise heimisches Wild, Lachsforelle aus dem Edertal, Rindfleisch aus dem Burgwald oder Ziegenprodukte aus dem Kellerwald. Tomaten baut er sogar selber an.

Die Corona-Pandemie hat Arnecke beruflich bisher gut überstanden – beispielsweise mit Online-Kochkursen: „Die sind sehr gefragt und mit 20 Teilnehmern immer ausgebucht“, erzählt der Küchenchef. Seine Hoffnung ist aber, dass ab 22. März zumindest die Walkemühle wieder öffnen kann – und ab dem 10. April auch das Hotel Sonne. Dann soll es dort immer samstags auch ein „Gourmet-Frühstück“ geben.

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