Visagistin und Stylistin im Nebenberuf

Frankenbergerin will Deutsche Make-up-Meisterschaft gewinnen

Daniela Riwoldt

Frankenberg. Daniela Riwoldt aus Frankenberg hat sich ihren „Kindheitstraum" erfüllt und ist nebenberuflich Visagistin und Stylistin mit eigenem Studio. Die 30-Jährige hat sich für die Deutsche Make-up-Meisterschaft qualifiziert.

Die 30-Jährige hat sich für die Deutsche Make-up-Meisterschaft qualifiziert. Pinsel und Farbpalette, Cremes und Puder liegen griffbereit, und los geht es mit dem Schminken. Daniela Riwoldt will zeigen, dass sie einem Gesicht mehr Ausdruck verleihen kann. Das will sie auch bei der Deutschen Make-up-Meisterschaft diese Woche in Düsseldorf beweisen. Die HNA hat sie in ihrem Kosmetikstudio in ihrem Zuhause in Frankenberg besucht und erlebt, wie es ist, von ihr geschminkt zu werden.

Die 30-jährige Visagistin hat sich mit ihrer Bewerbung als eine von zehn für den Wettbewerb am 4. März qualifiziert. „Einen Tag nach meinem Geburtstag bekam ich die Nachricht, dass ich mitmachen darf“, sagt die 30-Jährige. Das war für sie eine Überraschung. Nun muss sie in Düsseldorf auf einer Bühne unter genauen Vorgaben in 30 Minuten ein Model schminken. „Etwas aufgeregt bin ich schon.“

Aber die Handgriffe sitzen. Daniela Riwoldt hat einen Blick für Farben und das Händchen dafür, Akzente zu setzen. Bei unserem Probeschminken in ihrem Studio betrachtet sie das Gesicht, entscheidet, was zum Typ passt, und greift dann routiniert zu ihren Utensilien.

Ohne Hautpflege und Augenbalsam geht es nicht, erklärt sie. Was sich dann anfühlt wie ein Puder, ist die Foundation, die die Haut ebenmäßiger machen soll. Daniela Riwoldt trägt dem Gesicht danach ein transparentes Puder auf, bearbeitet die Augenpartien mit einem Concealer, also einer Abdeckcreme, dann folgen eine Grundierung und Lidschatten in Braun- und Fliedertönen. Fünf verschiedene Farben setzt sie ein.

Ein Lidstrich folgt, dann die Wimperntusche. Die Augen sollen dafür geschlossen sein - ein ungewohntes Gefühl. Die Visagistin zieht anschließend die Augenbrauen nach. „Das umrahmt alles“, sagt sie.

Mit zwei verschiedenen Pinseln legt sie Rouge auf die Wangen. Dann tupft sie etwas Foundation auf die Lippen, umrahmt und bemalt sie mit einer Farbe im Rosenholz-Ton.

Nach einer Stunde ist das Make-up fertig. Etwa so lange benötigt Daniela Riwoldt auch für ein Braut-Make-up. „Es sind keine Smokey-Eyes, aber die Betonung liegt auf den Augen“, sagt Daniela Riwoldt. Besonders bei Festen, wo Fotos gemacht würden, eigne sich solch ein Make-up, das die Augen hervorhebe.

In ihrem Studio erledigt Daniela Riwoldt ihre Sache routiniert. Es wird spannend, wie es für sie ist, bei dem anstehenden Wettbewerb vor Publikum unter Zeitdruck die Jury zu überzeugen. Wer gewinnt, darf in Düsseldorf an der internationalen Make-up-Meisterschaft teilnehmen.

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