Betreiber ziehen positive Zwischenbilanz 

Freibäder im Frankenberger Land: Besucherrekorde dank Hitze

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Spaß beim Toben und Planschen im Frankenberger Ederberglandbad hatten Fabian Fritsch, Michelle Seibel und Merlin Scholl.

Frankenberger Land. Noch einmal Schwung holen und los geht’s! Der kleine Vadim hat großen Spaß beim Rutschen im Frankenberger Freibad. Die Abkühlung tut angesichts der Hitze allen gut, weshalb Freibäder dieses Jahr schon mitten in der Saison Besucherrekorde aufstellen.

Das Freibad Gemünden  etwa kann mit rund 27 000 Besuchern seit Mitte Mai bisher schon eine erfolgreiche Saison verzeichnen. „2015 war unser erfolgreichstes Jahr. Wir sind kurz davor, diesen Rekord zu übertreffen“, sagt Kassiererin Irene Schukov. Mit 800 bis 1000 Badegästen pro Tag hätten die Besucherzahlen in der zweiten Julihälfte ihren Höhepunkt erreicht.

Auch Manuel Emde, Badebetriebsleiter im Frankenberger Ederberglandbad, zieht für die Freibadsaison bereits ein positives Fazit: „Wir sind dieses Jahr schon sehr zufrieden mit der Besucherzahl, das Wetter ist wesentlich besser als letztes Jahr und das macht sich bemerkbar.“ Während 2017 die Gesamtzahl der Badegäste von Mai bis August bei 10 986 gelegen habe, seien es dieses Jahr im gleichen Zeitraum schon 22 832 Besucher.

Witterungsbedingt haben einige Freibäder wie das Frankenberger Ederberglandbad abends länger geöffnet. Auch das spiele bei der Zahl der Besucher eine wichtige Rolle, sagt Emde. „Die längeren Öffnungszeiten werden richtig gut angenommen, das sieht man auch an den Zahlen“, sagt der Badebetriebsleiter.

Gut 26 Grad warmes Wasser: Schwimmmeister Matthias Garthe nimmt im Frankenberger Ederberglandbad eine Wasserprobe.

Mit Beginn der Schulzeit erwarten die Betreiber einen leichten Rückgang der Besucherzahlen. Eine genaue Prognose sei jedoch schwierig, das sei auch wetterabhängig.

Schon jetzt – nach 44 Öffnugstagen – hat Schwimmmeister Dirk Dornseif fast doppelt so viele Besucher im Battenberger Freibad gezählt wie im vergangenen Jahr, das allerdings ziemlich verregnet war. 7070 Badegäste waren es bisher in diesem Jahr, genau 4489 an 71 Öffnungstagen im vergangenen Jahr.

Trotzdem seien die Besucherzahlen nicht „rekordverdächtig“, sagt Dornseif. „Die Zeiten mit 900 oder 1000 Besuchern pro Tag sind anscheinend vorbei.“ Dahinter vermutet der Battenberger Schwimmmeister ein „geändertes Freizeitverhalten“. Möglicherweise ziehe es die Badegäste eher an die heimischen Seen.

Verlängerte Öffnungszeiten seien in Battenberg und Dodenau bedingt durch die personelle Situation leider nicht möglich, bedauerte Dornseif, denn es gebe beim Personal „krankheitbedingte Ausfälle“.

„Dieses Jahr läuft es bombig“, strahlt Rettungsschwimmer Marco Friedmann, der das Dodenauer Freibad betreut. Schon 6600 Besucher hat Friedmann in diesem Jahr gezählt, im gesamten letzten Jahr waren es 5917. Ins Dodenauer Freibad kämen auch viele Urlaubsgäste und Besucher aus dem Wittgensteiner Land. „Wenn es nach mir geht, kann es noch acht Wochen so bleiben“, sagt Friedmann der HNA.

Auch im Waldschwimmbad Löhlbach herrscht mehr Andrang als sonst. Das sorgt für ein Plus bei den Einnahmen für die finanzschwache Gemeinde. Doch mehr als diese Mehreinnahmen schlägt laut Hainas Bürgermeister Alexander Köhler zu Buche, dass für die Erwärmung des Wassers weniger Energie aufgebracht werden muss. „Die Gemeinde spart erheblich bei den Heizölkosten“, sagt er auf HNA-Anfrage.

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