„Ort der Begegnung“

Freies W-Lan: „Digitale Dorflinde“ in Geismar eingeweiht

Start frei: (von links) Staatsministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Rüdiger Heß, SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer und Jürgen Schween vom Ortsbeirat Geismar schalteten offiziell die „Digitale Dorflinde“ im Dorfgemeinschaftshaus in Geismar ein.
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Start frei: (von links) Staatsministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Bürgermeister Rüdiger Heß, SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer und Jürgen Schween vom Ortsbeirat Geismar schalteten offiziell die „Digitale Dorflinde“ im Dorfgemeinschaftshaus in Geismar ein.

Auch in Geismar gibt es nun eine „Digitale Dorflinde“ - so wie bereits in zehn weiteren Stadtteilen von Frankenberg.

Geismar. Die offizielle Einweihung der „Digitalen Dorflinde“ in Geismar durch die hessische Staatsministerin für „Digitale Strategie und Entwicklung“, Professor Dr. Kristina Sinemus, fand im Dorfgemeinschaftshaus zusammen mit Bürgermeister Rüdiger Heß, Landrat Dr. Reinhard Kubat und Jürgen Schween vom Ortsbeirat statt.

Die „Digitale Dorflinde“ ist vom Land gefördert und bietet kostenfreies W-Lan für die Allgemeinheit zum „Surfen“ im Internet – wegen Corona hatte die Einweihung zunächst verschoben werden müssen. Insgesamt 20 Hotspots an zwölf Standorten im Stadtgebiet sind seit dem vergangenen Jahr in Betrieb. Mehr als 17 000 Nutzungen hatten die verschiedenen Hotspots seitdem bereits zu verzeichnen.

„Es ist ein wesentliches Ziel der Landesregierung, den ländlichen Raum zu stärken – auch mit digitaler Infrastruktur“, sagte die Digital-Ministerin. „Ich halte den ländlichen Raum für den Möglichkeiten-Raum der Zukunft“, betonte Sinemus, im ländlichen Raum sollten die „Arbeitsplätze der Zukunft“ entstehen. „Im Frankenberger Raum gibt es bereits einige mittelständische Unternehmen, die die digitale Transformation schon sehr positiv umgesetzt haben“, so die Ministerin.

Die Bezeichnung „Digitale Dorflinde“ habe etwas mit „Kommunikation und Austausch“ zu tun, erklärte Sinemus. „An diesem Begegnungsort machen wir heute die Vernetzung durch Technik möglich.“ Mit der Technik werde sich die junge Generation an diesem Ort noch viel lieber treffen, schalte sie die „Digitale Dorflinde“ ein. Allein im Landkreis seien jetzt schon 60 dieser Einrichtungen in Betrieb.

„In elf von zwölf Dorfgemeinschaftshäusern können wir mit der Digitalen Dorflinde jetzt ein freies W-Lan anbieten“, berichtete Bürgermeister Rüdiger Heß. „Wir können damit auch die Stellung der Häuser als Dorfmittelpunkt stärken. Vor allem für Veranstaltungen und die regelmäßigen Übungsstunden der örtlichen Vereine ist das toll“, bedankte sich Heß beim Land Hessen für die Unterstützung. Auch in der Frankenberger Innenstadt sei schon eine „Digitale Dorflinde“ gewachsen: Im Vorgriff auf den geplanten Wohnmobilstellplatz auf der Wehrweide wurde der dortige Standort bereits mit kostenfreiem W-Lan versorgt.

„Wir machen eine Entwicklung in die Zukunft. Das ist für uns unglaublich wichtig. Es wird eine Renaissance des ländlichen Raums geben“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Durch Corona sei die Digitalisierung „zur rechten Zeit“ praktisch neu in die Welt hineinkatapultiert worden. Als nächster Schritt müsse Glasfaser nun aber auch in die Häuser gebracht werden, merkte Kubat an – dabei nannte er ein Zeitfenster von den nächsten zehn Jahren. „Die Menschen wollen wieder auf dem Dorf leben“, betonte der Landrat.

Auf ihrer Sommerreise machte die Staatsministerin auch Halt in Frankenau. Dort überreichte sie an den Vereinsvorstand des Tennisclubs Frankenau einen Förderbescheid in Höhe von 7000 Euro aus dem Programm „Ehrenamt digitalisiert“. Mit dem Geld kann der Verein die Digitalisierung der Vereinsprozesse vorantreiben – auch um den organisatorischen Mehraufwand durch den Betrieb der eigenen Halle kompensieren zu können. „Es wird zunehmend schwerer, Mitglieder langfristig für die Vereinsarbeit zu gewinnen. Daher wollen wir die Ehrenamtlichen unterstützen, um die Arbeit zu erleichtern “, sagte Sinemus in Frankenau. Von Gerhard Meiser

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