„Neue Möglichkeiten und Freiheiten“

Freisprechungsfeier für 38 Handwerksmeister in Frankenberg

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Festveranstaltung in der Ederberglandhalle: Das Foto zeigt die frisch gebackenen Jungmeister mit (vorne von links) Gerhard Brühl (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft) und Holger Schwannecke (Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks) sowie (vorne von rechts) Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze und den Vizepräsidenten der Handwerk skammer Kassel, Frank Dittmar

Waldeck-Frankenberg -  38 neue Handwerksmeister dürfen ihr Können und Fachwissen nun an Auszubildende weitergeben. Sie wurden am Donnerstag in Frankenberg in der Ederberglandhalle freigesprochen.

Roter Teppich für sechs Jungmeisterinnen und 32 Jungmeister aus neun Berufen des heimischen Handwerks: Während einer Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg am Donnerstagabend in der Ederberglandhalle in Frankenberg erhielten sie in einem feierlichen und würdigen Rahmen ihre Meisterbriefe. Mit der „Meisterfeier“ ehrt die Kreishandwerkerschaft einmal jährlich ihre Jungmeister.

„Einige von ihnen haben schon einen Betrieb übernommen und sind in die Selbstständigkeit gestartet, wie beispielsweise der Frankenberger Patrick Küthe“, sagte Gerhard Brühl, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, bei der Festveranstaltung. Von einem der „wichtigsten Höhepunkte“ in der Berufslaufbahn der jungen Handwerksmeister sprach Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze. Der Meisterbrief sei nach wie vor das wichtigste Merkmal für die hohe fachliche Qualität des Handwerks, betonte Mütze. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Meisterprüfung stellten die Handwerker auch ihre Qualifikation als Unternehmer unter Beweis - technisch und auch kaufmännisch.

„Neue Möglichkeiten, neue Freiheiten“ - von einer „neuen Zeit“ im Leben der Jungmeister sprach Holger Schwannecke (Berlin), der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, in seiner Festrede.

Den erfolgreichen Absolventen der Meisterprüfung stellte Schwannecke in seiner Laudatio ein großes Kompliment aus: „Als Meister gehören sie zu den Besten des Handwerks, zu den größten Könnern ihres Fachs.“ Bei der Meisterfeier kehrte Schwannecke sogar ein wenig zu seinen Wurzeln zurück: Nach seinem Studium arbeitete er Anfang der 90er-Jahre in einer Frankenberger Anwaltskanzlei.

Den jungen Meistern sagte Schwannecke eine glänzende Karriere voraus: „Mit der notwendigen Leistungsbereitschaft stehen ihnen alle Türen offen“, rief er den jungen Menschen zu: „Die Aussichten sind gut, in vielen Branchen sind die Auftragsbücher bis in den Winter gut gefüllt. Der Boden im Handwerk war noch nie so golden wie heute. Für die Volkswirtschaft ist ein Meister heute ebenso wichtig wie ein Master.“

An die Jungmeister appellierte Schwannecke, ihre Branche gerade in der heutigen digitalen Zeit „smart“ voranzutreiben - „mit Mut, mit Optimismus und mit dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten“.

Grußworte sprachen Landrat Dr. Reinhard Kubat, Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß und der Vizepräsident der Handwerkskammer Kassel, Frank Dittmar.

Unter anderem mit einem Medley aus dem Film „Forrest Gump“ und der Schulhymne „Pomp and Circumstance“ wurde die Meisterfeier vom Orchester der Edertalschule Frankenberg unter Leitung von Martin Fischer musikalisch umrahmt. 

Die neuen Meister

Straßenbauermeister: Zoran Caric (Korbach); Maurer- und Betonbauermeister: Steve Schnedler (Bad Wildungen), Frederik Schneider (Hatzfeld), Sven Sohn (Haina-Kloster), Marcel Töpfer (Edertal); Elektrotechnikermeister: Rüdiger Kersting (Diemelsee), Sebastian Mette (Bad Wildungen), Heiko Schröder (Edertal); Friseurmeisterin: Natascha Blaha-Staps (Bad Wildungen), Grazyna Urszula Jaeger (Diemelstadt), Lea Klaus (Korbach), Agnieszka Konstantinou (Waldeck), Dominika Hanzel; Installateur und Heizungsbauermeister: Felix Eysert (Edertal), Daniel Fuchsberger (Battenberg), Julian Hankel (Waldeck), Sebastian Keute (Frankenau), Patrick Küthe (Frankenberg), André Worobiow (Korbach), Kfz-Technikermeister: Jan-David Anker (Frankenberg), Louis Blackert (Korbach), Ergin Cakir (Frankenberg), Marcel Engelbach (Battenberg), Simon Faupel (Bad Wildungen), Jan Fleckner, Dominik Henne, Manuel Horchler (alle Bad Arolsen), Robin Jordan (Willingen), Christoph Mähler (Bad Wildungen), Philip Möller (Waldeck), Florian Reimann (Korbach), Philip Spott (Waldeck); Maler- und Lackierermeister: Nadin Holbe (Diemelstadt); Feinwerkmechanikermeister: David Bodenhausen (Diemelstadt); Metallbauermeister: Simon Emde (Willingen-Eimelrod), Dominik Emde (Korbach), Hagen Leye (Vöhl), Erich Wildeis (Bad Arolsen).

mjx

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