Jugend im Mittelpunkt 

Fuldas neuer Bischof Michael Gerber besucht Frankenberger Jugendhaus

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Bischof Michael Gerber (links) besuchte das Frankenberger Jugendhaus, das von jungen Leute im Rahmen der Aktion "72 Stunden" frisch gestrichen wird. Mit dabei: Die Jugendhaus-Mitarbeiter Margarita Gill, Vanessa Ante und Johannes Engelmann, Pater Norbert J. Rasim und Gemeindereferentin Christiane Adler

Ein Bischof zum Anfassen: So präsentierte sich Michael Gerber, seit März neuer Bischof im katholischen Bistum Fulda, am Freitag bei seinem ersten Besuch in Frankenberg.

„Mich schickt der Himmel“ steht auf den grünen T-Shirts. An diesen Shirts sind gut 20 Jugendliche und Erwachsene zu erkennen, die sich in Frankenberg an der 72-Stunden-Aktion des Bundes der katholischen Jugend beteiligt haben (HNA berichtete). „Allein im Bistum Fulda machen rund 85 000 Kinder und Jugendliche mit“, sagt die im Pastoralverbund St. Georg Lahn/Eder zuständige Gemeindereferentin Christiane Adler. Ziel der dreitägigen Aktion sei es, „unsere Welt ein bisschen schöner zu machen“.

Was das im Einzelfall bedeutet, hat sich der neue Fuldaer Bischof Michael Gerber bei seinem ersten Besuch in Frankenberg am Freitagnachmittag angeschaut. Gerber, der von 2013 bis 2018 Weihbischof im Erzbistum Freiburg war, ehe er zum Nachfolger von Heinz Josef Algermissen in Fulda gewählt wurde, kam im Jugendhaus problemlos mit der jungen Generation ins Gespräch. „Bestandteil von etwas Größerem sein, gemeinsam etwas für das Gemeinwohl bewirken: Das sind Schlüsselerlebnisse für junge Leute“, sagte Bischof Gerber, der auch ein grünes T-Shirt übergestreift hatte.

Kontaktbischof für Pfadfinder

Michael Gerber ist mit 49 Jahren nicht nur der jüngste katholische Bischof Deutschlands, er gehört auch der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz an und ist „Kontaktbischof“ für die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Man könne schon sagen, dass ihm die Jugend besonders am Herzen liege, lachte Gerber auf Nachfrage der HNA.

Wie modern denkt der junge Bischof? Kann er sich auch Frauen im Priesteramt vorstellen? „Im pastoralen Dienst kommen wir an Grenzen“, schränkte Gerber ein. „Aber mir ist wichtig, dass Frauen auch in die Verantwortung kommen.“ Es gebe in der katholischen Kirche „viele aufgeweckte Leute, die muss man weiter fördern.“ Das frisch in Weiß gestrichene Frankenberger Jugendhaus soll laut Margarita Gill und Johannes Engelmann noch etwas bunter werden. 

Heute geht die Aktion „72 Stunden“ in die letzte Runde. Junge Leute können von 10 bis 13 Uhr ins Frankenberger Café Müller kommen, um dort unter dem Motto „Mein Handy und ich“ Tipps und Hilfestellung zum Umgang mit dem eigenen Mobiltelefon zu erhalten. 

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