Gabelwartung, Gels und Intervalltraining - Start in die Mountainbike-Saison

Über Stock und Stein: Tobias Schmidtmann unterwegs in seinem Trainingsrevier. Fotos: Göbel

Römershausen. Nach der Saison ist vor der Saison - auch bei den Mountainbikern. Das letzte Rennen stand für Tobias Schmidtmann Anfang Oktober an, doch lange Verschnaufpausen gibt's nicht: „Ich habe mein Bike letzten Herbst mal eine Woche lang stehen lassen", sagt der 27-Jährige und ergänzt: „Viel länger schaffe ich es aber auch nicht, dann kribbelt es mir wieder in den Fingern."

Der Römershäuser hat mit 14 Jahren sein erstes Mountainbike-Rennen gefahren, seitdem lässt ihn das Zweirad nicht mehr los. 13 Jahre später stehen 15 bis 18 Rennen im Plan des Elektrotechnik-Studenten, der für das EGF Bunstruth-Racing-Team an den Start geht. Wie oft der Mountainbiker trainiert und wie viel Zeit er für die Bike-Pflege investiert - ein Überblick.

Das Training

Das gehört zu einer guten Ausrüstung: Helm, Funktionsshirt, Radtrikot- und Hose, Socken, Schuhe, Sonnenbrille, Pulsgurt, Satteltasche, Co2-Kartusche, Reifenheber, Multi-Set, Flicken und Gels.

Die Vorbereitung auf die neue Saison, die am Sonntag für Schmidtmann mit einem Rennen über 120 Kilometer in Gilserberg startet, begann bereits Ende November. Seit dem hat er circa 6200 Kilometer auf Rennrad und Mountainbike absolviert. Zuerst stand acht Wochen lang die Grundlagenausdauer an - in dieser Zeit werden lange Strecken gefahren. „Da bin ich gern auch mal fünf bis sechs Stunden unterwegs.“ Danach schließt sich die Aufbauphase an - das heißt: Kürzere Einheiten, Intervalltraining und Sprints. Aber auch Krafttraining und Laufeinheiten gehören dazu. Zwischen zwölf bis 18 Stunden Training fallen pro Woche an, lediglich ein Ruhetag steht im Plan. „Nach oben ist natürlich alles offen, ein sehr zeitintensives Hobby“, sagt Schmidtmann selbst.

Saisonhöhepunkte und Ziele

„Wir stecken noch im Aufbau, deswegen ist Gilserberg eine Standortbestimmung für mich. Aber weil es ein Heimrennen ist, will ich schon gut sein.“ Besonders freut sich der Sportler auf die Deutsche Meisterschaft in Saalhausen, den Langenberg-Marathon in Bruchhausen und das Willinger Bike-Festival. „Das sind meine Saison-Highlights“, so Schmidtmann, der 2015 Hessenmeister wurde.

Rund ums Rad

Mittlerweile ist der Römershäuser Fachmann: „Auch die Gabelwartung kriege ich schon hin. Wir haben aber auch einen guten Fahrradhändler an der Hand, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht. Und im Verein tauschen wir uns untereinander aus und geben uns Tipps.“ Der Wartungsaufwand ist extrem hoch. „Pro Training fallen locker 30 Minuten an, die Kette wird beispielsweise nach jeder Fahrt neu gewachst.“ Und vor einem Rennen können durchaus auch einmal drei Stunden für die Wartung drauf gehen.

Warum auch die Ernährung eine wichtige Rolle spielt, was Schmidtmann Mountainbike-Einsteigern rät und drei Streckentipps im Frankenberger Raum - das finden Sie in unserer Samstagausgabe.

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