Gegen Übergewicht:

Adipositas-Erkrankte gründen Selbsthilfegruppe in Frankenberg

Sieht sein Übergewicht schwarz auf blau: Ein erhöhter Bauchumfang bedeutet auch ein größeres Krankheitsrisiko. Sehr kritisch ist er bei 88cm (Frauen) bzw. 102cm (Männern). Foto: dpa/nh

Frankenberg. Damit der Weg zum Wunschgewicht leichter gelingt, haben mehrere Betroffene in Frankenberg eine Selbsthilfegruppe gegründet.

Sie trifft sich einmal im Monat zum Erfahrungsaustausch, gemeinsamen Unternehmungen und zu Fachvorträgen.

Sich wieder aus dem Haus trauen, endlich in das alte Lieblingskleidungsstück passen, ohne Probleme Treppen steigen: Für stark Übergewichtige ist es nicht einfach, diese Ziele zu erreichen. Der Kampf gegen die Kilos fällt schwer und häufig haben sie mit Vorurteilen ihrer Mitmenschen zu kämpfen. Dabei ist Adipositas keine Charakterschwäche, sondern eine Krankheit, die behandelt werden muss.

„Die Selbsthilfegruppe soll stark übergewichtigen Menschen Orientierung geben, an wen sie sich wenden können, wenn sie Unterstützung zum Abnehmen brauchen“, sagt Udo Schäfer, der selbst Betroffener ist und zusammen mit Rebecca Kaiser als Ansprechpartner fungiert.

„Egal, ob man auf konventionelle Weise abnehmen will oder einen operativen Eingriff plant: Jeder, der etwas ändern will, ist willkommen“, betont der 57-Jährige. „Wir wollen anderen Betroffenen auch Mut geben“, ergänzt Rebecca Kaiser. Viele müssten erst mal wieder lernen, an sich selbst zu glauben, da sie oftmals einfach als „faul und inkonsequent“ abgestempelt würden.

Wie die Betroffenen das ganzheitliche Behandlungskonzept für Adipositas-Patienten am Kreiskrankenhaus Frankenberg beurteilen und welche Aktivitäten in der Selbsthilfegruppe unternommen werden, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Susanna Battefeld

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