Unterstützung bei finanziellen Verlusten

Landkreis Waldeck-Frankenberg hilft Kultur-Vereinen in der Corona-Krise

Die neu gegründete Bläserphilharmonie Nordhessen, Bezirksorchester des Hessischen Musikverbandes, bereitet sich mit Probenwochenenden in der Frankenberger Kulturhalle auf ihr erstes Konzert am 26. Mai vor.
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Der Landkreis Waldeck-Frankenberg will kulturtreibende Vereine im Landkreis, die finanzielle Verluste durch die Corona-Krise erlitten haben, finanziell unterstützen.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg will kulturtreibende Vereine im Landkreis, die finanzielle Verluste durch die Corona-Krise erlitten haben, finanziell unterstützen. Dazu hat der Kreisausschuss ein „Programm zur Sicherung der kulturellen Vereinsarbeit“ beschlossen.

Waldeck-Frankenberg – „Die Corona-Pandemie hat insbesondere den Kultursektor stark getroffen“, schreibt der Landkreis in einer Pressemitteilung. Auch in Waldeck-Frankenberg mussten zahlreiche kulturtreibende Vereine auf die Durchführung ihrer Programme, Veranstaltungen oder Projekte verzichten. Dennoch hatten sie teilweise bereits Zahlungen zu leisten – sei es durch die Verpflichtung von Gastkünstlern, durch den Erwerb von Aufführungsrechten oder für andere vertragliche Vereinbarungen.

„Erstattungen im Rahmen von Corona-Hilfsprogrammen greifen hier leider überwiegend nicht – als gemeinnützige Einrichtungen können die Vereine keine wirtschaftlichen Einbußen nachweisen, die Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Hilfsprogramme sind“, informiert der Landkreis. Der Kreis trage dieser besonderen Situation Rechnung und habe ein „Programm zur Sicherung der kulturellen Vereinsarbeit“ aufgelegt. Zusätzliche Mittel müssten dafür nicht eingesetzt werden, da fast alle Veranstaltungen im Jahr 2020, für die eine Projektförderung zugesagt war, aufgrund der Pandemie abgesagt wurden. „Diese Fördermittel sollen nun – als Alternative und um den entstandenen finanziellen Schaden anteilmäßig abzufedern – an die kulturtreibenden Vereine verteilt werden“, heißt es in der Pressemitteilung.

Voraussetzung für die Förderung sei, dass dem Verein infolge der Corona-Pandemie ein nachweislicher finanzieller Schaden entstanden sei und der Verein keine anderweitigen Hilfen durch Bund, Land oder seine Heimatkommune in Anspruch nehmen konnte. Diese Bedingungen müssen dem Antrag, der formlos per Post oder E-Mail gestellt werden kann, als Nachweis beziehungsweise Bestätigung beigefügt werden. Die Höhe der Förderung ergebe sich dann aus der Zahl der Anträge und des finanziellen Schadens, der jeweils entstanden sei.

„Wir würden uns freuen, möglichst vielen unserer Kultur-Vereine mit diesem Programm helfen zu können“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. Damit wolle der Landkreis auch „ein deutliches Zeichen zur Würdigung der so wichtigen kulturellen Arbeit im ländlichen Raum setzen“.

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