Landeskirche rät zum Verkauf

Gemeinschaft in Gefahr: Geismarer kämpfen um Erhalt ihres Pfarrhauses

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Zukunft ungewiss: Die Geismarer setzen sich für den Erhalt ihres Pfarrhauses ein. Der Pfarrdienstsitz wird kommendes Jahr allerdings nach Ellershausen verlegt.

Geismar. In Geismar formiert sich Widerstand aufgrund des vom Rat der Landeskirche beschlossenen Abzugs des dortigen Pfarrdienstsitzes.

In einem fünfseitigen Brief an die Landeskirche hat der Kirchenvorstand jetzt noch einmal detailliert seine Argumente für den Erhalt des Geismarer Pfarrhauses dargelegt und „vorsorglich Widerspruch“ eingelegt gegen die getroffene Entscheidung, den Pfarrdienstsitz nach Ellershausen zu verlegen.

Dies teilte Kirchenvorstandsmitglied Bernd Seibert in der Ortsbeiratssitzung mit, zu der Ortsvorsteher Klaus-Peter Stein mehr als 20 Zuhörer im DGH begrüßte.

Wie berichtet, hatte sich die Landeskirche aus Kostengründen gegen den Erhalt des Pfarrhauses als Pfarrdienstsitz in Geismar ausgesprochen und zum Verkauf des Gebäudes geraten. Stein hatte das Thema auf die Tagesordnung genommen, weil dort auch die Dorferneuerung „dranhänge“ und es somit auch eine Sache des Ortsbeirates sei.

Er regte an, alle Beteiligten sollten sich zusammenzusetzen um gemeinsam etwas „aufs Papier zu bringen“ und insbesondere alle noch offenen Fragen an die Landeskirche zu richten. Hierfür gab es spontanen Applaus von den Zuhörern.

„Wir sind von den Nachrichten alle erschüttert gewesen“, sagte Kirchenvorstandsmitglied Bernd Seibert. Der Kirchenvorstand habe im Vorfeld viel Zeit investiert und dem Kirchenkreis und der Landeskirche detaillierte Pläne für den Erhalt des Geismarer Pfarrhauses vorgelegt. „Einen Verkauf des Gebäudes können wir uns nicht vorstellen“, betonte Seibert. Schließlich müsse das Gemeindeleben weitergehen und Chöre, Posaunenchor und Kindergottesdienst brauchten Platz.

Unterm Strich müsse man zwar mit 440 000 Euro Sanierungskosten für das Gebäude rechnen. Durch die möglichen Mittel aus der Dorferneuerung könne man die Zahlen aber ein bisschen „zurückschrauben“.

Ortsvorsteher Klaus-Peter Stein führte an, er fühle sich von Landeskirche und Kreiskirchenvorstand „hingehalten“. Es seien viele Stunden investiert worden und auch im Zusammenhang mit den Plänen zur Dorferneuerung sei eine „wahnsinnige Arbeit“ geleistet worden.

Von Susanna Battefeld

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