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Gewerkschafts-Kreisverband Frankenberg begrüßt „längst überfälligen Schritt“

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Von: Karl-Hermann Völker

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Unterstützung vom GEW-Landesverband: Gemeinsam demonstrierten im September am Frankenberger Rathaus die GEW-Landesvorsitzenden Heike Ackermann und Dr. Simone Claar (2. und 3. von links) mit den Vorsitzenden des GEW-Kreisvorsitzendes Frankenberg (von links) Sieglinde Peter-Möller, Elke Mitze und Philipp Mengel für die Einführung von A 13 auch für Grundschullehrkräfte. Sie äußerten jetzt ihre Freude über den Erfolg. Archi
Unterstützung vom GEW-Landesverband: Gemeinsam demonstrierten im September am Frankenberger Rathaus die GEW-Landesvorsitzenden Heike Ackermann und Dr. Simone Claar (2. und 3. von links) mit den Vorsitzenden des GEW-Kreisverbandes Frankenberg (von links) Sieglinde Peter-Möller, Elke Mitze und Philipp Mengel für die Einführung von A 13 auch für Grundschullehrkräfte. Sie äußerten jetzt ihre Freude über den Erfolg. © Karl-Hermann Völker

Als einen „längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung“ hat der Kreisverband Frankenberg der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Ankündigung der Hessischen Landesregierung begrüßt, auch in Hessen künftig die Lehrkräfte in den Grundschulen mit A13 statt mit A12 zu besolden.

Frankenberg – „Wir sehen darin einen Erfolg unserer jahrelangen Demonstrationen, Politikergespräche und Aufrufe auch in der Frankenberger Region, mit denen wir gegen die Ungleichbehandlung unter den verschiedenen Lehrämtern gekämpft haben“, erklärte GEW-Kreisvorstandsmitglied Elke Mitze (Frankenberg).

Der GEW-Kreisverband Frankenberg habe in vielfacher Weise auf die veränderten Arbeitsbedingungen in den Grundschulen, den eklatanten Fachkräftemangel und die Abwerbung von qualifizierten Lehrkräften in andere Bundesländer mit besserer Besoldung hingewiesen, so GEW-Sprecherin Mitze. Zuletzt habe sich im November eine große Gruppe von GEW-Mitgliedern, Lehrkräften, Eltern und Kindern aus Frankenberg an der landesweiten Demonstration mit über 2000 Teilnehmern in Frankfurt beteiligt, die GEW-Landesvorsitzenden seien im September zur Kampagne „A 13 für alle“ an das Frankenberger Rathaus gekommen. „Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die uns bei unseren gewerkschaftlichen Forderungen unterstützt haben,“ so Mitze.

Angleichung beginnt langsam

Aber die geplante Besoldungserhöhung wird von der Bildungsgewerkschaft auch kritisch gesehen. GEW-Vorstandsmitglied Philipp Mengel (Gemünden) sieht in der in sechs Schritten über mehrere Jahre verteilten Angleichung ein einziges, großes „Sparpaket“. „Diesen August erhalten wir als Zulage nur 10 Prozent des Differenzbetrags, nächstes Jahr im August weitere 15 Prozent. Die Angleichung beginnt sehr, sehr langsam, eigentlich eine Farce!“ Erst 2028 würden laut Kultusministerium die Grundschullehrer dann auf dem Niveau der neuen Gehaltsgruppe angelangt sein.

„Angesichts des Lehrermangels viel zu spät. Hier werden wir weiter Druck machen“, sagt auch Carsten Leimbach, Bezirksvorsitzender der GEW-Nordhessen. Er sieht in der geplanten Angleichung an A 13 „eine echte Wertschätzung für die wichtige Arbeit, die die Kolleginnen und Kollegen in den Grundschulen tagtäglich leisten.“

Weiterbeschäftigung in den Sommerferien

Begrüßt wurde außerdem von der GEW, dass die von ihr seit langem geforderte Weiterbeschäftigung von befristet beschäftigten Lehrern in den Sommerferien neu geregelt werden soll. Künftig besteht die Möglichkeit auf Weiterbeschäftigung in den Sommerferien schon nach einer Mindestbeschäftigungsdauer von 30 Wochen – und nicht erst nach einer Mindestbeschäftigungsdauer von 35 Wochen wie bislang. Dadurch sollen deutlich mehr befristet beschäftigte Lehrkräfte als bisher auch in den Ferien weiterbeschäftigt und bezahlt werden, wie das Kultusministerium angekündigt hat.  

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