Genuss für Feinschmecker

Gourmet-Event mit zwei Sterne-Köchen im Hotel „Die Sonne Frankenberg“

Sie arbeiten Hand in Hand: die Sterneköche Erik Arnecke (links) und Chris Rainer.
+
Sie arbeiten Hand in Hand: die Sterneköche Erik Arnecke (links) und Chris Rainer.

Exquisite Küche und edle Weine - das bot das Hotel Die Sonne Frankenberg mit den Sterneköchen Erik Arnecke (Frankenberg) und Chris Rainer (Garmisch-Partenkirchen).

Frankenberg – Begriffe wie „Waguy-Rind mit Sardellencreme“, „weiße Trüffel aus Alba“ oder „Entenleber, ummantelt mit roter Bete“ lassen die Geschmacksknospen von Feinschmeckern fast schon vor dem Verspeisen erblühen.

Um den Liebhabern einer kreativen Küche hervorragender Qualität entgegenzukommen, organisiert das Hotel Die Sonne in Frankenberg mit Erik Arnecke, Chefkoch des Restaurants „Philipp Soldan“, einmal im Jahr so genannte Gourmet-Events und zieht damit Gäste sowohl aus dem Frankenberger Land als auch aus entfernteren Regionen an. „Das ist inzwischen ein Selbstläufer“, sagt Arnecke, „man muss gar nicht viel Werbung machen.“

Zur Seite stand ihm beim aktuellen Sechs-Gänge-Menü Chris Rainer vom Gourmetrestaurant „Luce d’Oro“ im Superior-Hotel Schloss Elmau/Garmisch-Partenkirchen. Sein Restaurant hat aktuell zwei Michelin-Sterne, das „Philipp Soldan“ in Frankenberg einen.

Dazu gab es die Moderation der Wein-Experten Martin Pasler aus Österreich und Jörg Linke, dem Botschafter exquisiter Schweizer Weine.

Jeder Gang wurde von einem speziellen Wein begleitet, dessen Wahl die beiden mit den blumigen Worten der Kenner begründeten. Bei einem weißen Shiro von 2018 etwa, gereicht zur ungestopften Bio-Gänseleber, schmecke man die fruchtigen Aromen von Litschi, Birne, Aprikose, Quitte und Holunder, erklärte Pasler. Ein Cayas Syrah aus dem Wallis, Begleiter des Rückens vom Ederbergland Reh, repräsentiere dagegen mit seinem Nelkenduft „die pure Eleganz des Rotweins“ und sei einer der außergewöhnlichsten Weine der Welt.

Mit warmer Brioche: ungestopfte Bio-Gänseleber mit Marbre Nashi Birne, Pekannuss, Matsubadaki und Süßholz Muffin.

„Der Boden ist wichtiger als die Traubensorte“, sagte Pasler, wobei die Mineralität im Vordergrund stehe. Linke schwärmte von der köstlichen Kombination von Gerichten und Rebensaft: „Der Wein hat genau in die Geschmackslücke gepasst“, meinte er zum Beispiel bei der in Krustentieröl glasierten Languste.

„Elegante Restsüße“, „knackige Säure“, „Komplexität“, „salzige Note“: Die Experten sparten nicht an bildreichen Worten, und während sich die Gäste an Köstlichkeiten wie Lachs mit gegrillten Avocados oder Schwarzfederhuhn aus der Bressé gütlich taten, erfuhren sie weitere interessante Details rund um das Thema Wein. Etwa das, dass der Geschmack des im Holzfass gelagerten Leithaberg Chardonnays weniger vom Saft der Beeren als von ihrer getrockneten Haut kommt oder dass die Vatikanstadt den höchsten Weinkonsum der Welt hat.

„Die deutsche Sterneküche kann gut mit dem Weltniveau mithalten“, sagte Pasler und meinte abschließend: „Es war hier wie im Paradies.“ Der anhaltende Beifall der Gäste zeigte, dass sie ihm vorbehaltlos zustimmten. (Marise Moniac)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.