Sommer beerbt Rudolph als stellvertretender Schiedsmann

Ehrenvoll entlassen: Andrea Hülshorst, Direktorin des Amtsgerichts Frankenberg entlässt (von links) Harald Rudolph aus seinem Amt als Schiedsmann. Nachfolger ist Dr. Hendrik Sommer, der von Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß vorgeschlagen worden war. Foto: Dittrich

Frankenberg. Er wählte die Vereidigung mit religiöser Beteuerung: Mit den Worten „So wahr mir Gott helfe" ist Dr. Hendrik Sommer zum stellvertretenden Schiedsmann in Frankenberg vereidigt worden.

Der 36-jährige SPD-Politiker tritt die Nachfolge von Harald Rudolph als Stellvertreter von Schiedsfrau Helga Hohn an. Der 66-jährige Rudolph wurde von Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst nach fünf Jahren Amtszeit entlassen.

Auch wenn Rudolph als Schiedsmann nicht mehr aktiv ist, war sich Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß sicher: „Er hat noch genug zu tun.“ Die beiden kennen sich seit vielen Jahren aus dem politischen Alltag in Frankenberg - Rudolph war viele Jahre Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat. „Wir sind über all die Jahre Freunde geworden“, sagte Heß und bekam dabei Zuspruch von Rudolph: „Dem möchte ich nicht widersprechen.“ Trotz inhaltlicher Differenzen verbindet beide das Interesse am „Wohle der Stadt“, wie Heß betonte.

Sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen - dafür finden sich im Frankenberger Land immer weniger Menschen, wie Richterin Hülshorst bemerkte: „Es wird immer schwieriger, Personen zu finden, die das Amt des Schiedsmanns ausüben wollen.“ In Frankenberg sei das noch kein Problem - im Umland allerdings schon.

Von Benedikt Dittrich

Warum das Amt des Schiedsmannes aus Sicht der Richterin so wichtig ist, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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