Hessischer Bauernverband: Waldecker Karsten Schmal kandidiert als Präsident

Waldeck-Frankenberg. Der hessische Bauernverband wählt am Freitag in Friedrichsdorf im Taunus einen Nachfolger für Bauernpräsidenten Friedhelm Schneider (66).

Er tritt nach neun Jahren im Amt nicht mehr an. Einziger Kandidat ist bislang Karsten Schmal (50) aus Waldeck-Sachsenhausen.

Wahlberechtigt sind 184 Delegierte aus den Kreisverbänden. Erste Erfahrungen in der Verbandsspitze hat Schmal schon gesammelt: Der Landwirt ist seit 2014 Vizepräsident des Gremiums, bereits seit 2012 steht er dem Kreisbauernverband Waldeck als Vorsitzender vor. Gegenüber dieser Zeitung erklärte der 50-Jährige, auf Konsens zu setzen: Der Bauernverband sei die Vertretung aller Landwirte, ob ökologisch oder konventionell, ob Neben- oder Haupterwerb.

Karsten Schmal

Möglichst viele Landwirte sollten von der Notwendigkeit der Interessenvertretung überzeugt und für die Mitgliedschaft im Bauernverband gewonnen werden, um stärker präsent zu sein, sagte Schmal, der einen Schwerpunkt in der Öffentlichkeitsarbeit setzen will - nach Waldeck-Frankenberger Vorbild: Beide Kreisbauernverbände hatten im vergangenen Jahr in einer Kampagne über die Landwirtschaft im Landkreis informiert. Obwohl im Waldecker Land rund 250 Boxenlaufställe in Betrieb seien und Familien das Einkommen sicherten, fehle vielen der Bezug zu Landwirten und ihren Familien, erklärte Schmal.

Für Nordhessen wäre die Wahl Schmals eine kleine Sensation: Seit 45 Jahren hat es keinen Bauernpräsidenten mehr aus der Region gegeben. Der Hessische Bauernverband vertritt mit seinen 18 Kreis- und Regionalbauernverbänden die Interessen von 20.000 hessischen landwirtschaftlichen Betrieben.

Seit insgesamt 16 Jahren ist Karsten Schmal (50) im Kreisbauernverband Waldeck engagiert. 2004 wurde er zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt, 2012 trat er die Nachfolge des Vorsitzenden Heinz Brühmann an.

Dem Vorstand des Hessischen Bauernverbandes gehört er seit 2014 an. Nach seiner Ausbildung zum Landwirt und Agrartechniker hatte er an der Fachhochschule Soest Landwirtschaft studiert. Mit seiner Ehefrau, zwei Kindern und den Eltern sowie 1,5 Fremdarbeitskräften bewirtschaftet Karsten Schmal heute seinen Hof in Sachsenhausen mit 165 Milchkühen plus weiblicher Nachzucht. Zum Betrieb gehören 120 Hektar Grünland und 100 Hektar Ackerland. (lb)

Mehr über Karsten Schmal und seine Kandidatur lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Rubriklistenbild: © dpa

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