Termine für mehr als 1000 Menschen

Corona-Impfungen bei der Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg beginnen

Eine Frau zieht eine Spritze auf
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Symbolbild

Bei der Lebenshilfe in Waldeck-Frankenberg beginnen in dieser Woche die Corona-Impfungen für die mehr als 1000 Menschen mit Beeinträchtigungen. Das hat Christoph Hille, der Geschäftsführer des Lebenshilfewerks Waldeck-Frankenberg, auf Nachfrage berichtet.

Waldeck-Frankenberg – Hille sprach vom „Licht am Ende des Tunnels“, weil durch die Impfungen etwas Entspannung in der Corona-Pandemie für die Bewohner und Mitarbeiter der Lebenshilfe entstehe.

Menschen mit Beeinträchtigungen gehören bei den Impfungen gegen das Coronavirus regulär zur Priorisierungsgruppe 2. „Sie sind jetzt also dran“, sagte Hille. Das gelte zum Beispiel auch für Bewohner und Mitarbeiter anderer sozialer Unternehmen im Landkreis wie die Treffpunkte und das Bathildisheim. Die Termine seien aber von der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes abhängig. Das Personal, also die Mitarbeiter ohne Beeinträchtigungen, melde sich ganz normal über das Impfportal zum Impfen an.

Die Impfungen bei der Lebenshilfe seien logistisch eine große Herausforderung, sagte Hille. Die Lebenshilfe habe in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt acht Standorte zusammengestellt, an denen die mobilen Impfteams des Landkreises die Impfungen verabreichen. Los geht es an diesem Mittwoch in Korbach, am Donnerstag ist Frankenberg an der Reihe. Durch die Impfungen werde die Wohn- und Arbeitssituation bei der Lebenshilfe in der Pandemie deutlich erleichtert, sagt Hille.

Christoph Hille

Er sei bisher insgesamt „eher positiv überrascht“, wie gut die Menschen mit Beeinträchtigungen die Corona-Maßnahmen bisher hingenommen und eingehalten hätten. Trotzdem seien Einrichtungen der Lebenshilfe von Infektionen nicht verschont geblieben. Unter anderem gab es um den Jahreswechsel herum mehrere Fälle in Korbach. Und aktuell gebe es mehrere Fälle im Wohnheim im Hohlen Weg in Frankenberg: Fünf Bewohner und zwei Kollegen seien mit Corona infiziert. „Das haben wir im Moment aber ganz gut in Schach“, so Hille.

Es sei in den Wohnheimen aber schwieriger als in den Werkstätten, das Virus wieder aus dem Haus zu bekommen, wenn es erstmal drin ist: „In den Werkstätten können die Betroffenen dann zuhause bleiben, im Wohnheim nicht.“ Es gebe schon seit einem Jahr Schutzmaßnahmen, die eingeübt seien und verschärft würden, sobald ein Corona-Verdacht auftritt. „Auch durch die Schnelltests haben wir zuletzt schon einiges rausgehalten“, berichtete Hille.

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