5,4 Millionen Euro Baukosten

In Frankenberg entsteht ein Familienzentrum für 100 Kinder

Das neue Familienzentrum mit Kita am Stadtrand von Frankenberg.
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Das neue Familienzentrum mit Kita am Stadtrand von Frankenberg.

Für 5,4 Millionen Euro entsteht in Frankenberg eine neue Kindertagesstätte. Wir haben uns auf der Baustelle umgesehen.

Frankenberg – In drei Monaten werden hier Kinder spielen, toben, malen und basteln – doch noch wird gehämmert, gesägt, geschraubt und gebohrt: Das neue Familienzentrum mit Kindertagesstätte an der Marburger Straße in Frankenberg ist noch Großbaustelle. Gut neun Monate nach dem Spatenstich kann man aber schon erkennen, wie es einmal aussehen wird, wenn die Stadt Frankenberg die Einrichtung am 1. März 2022 an das DRK als Betreiber übergeben wird.

„Wir sind im Zeitplan und auch im Finanzplan, es läuft optimal“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß bei einer Baustellenbesichtigung und dankte seinen Mitarbeitern Karsten Dittmar und Gerhard Helminiak vom Bauamt und dem Architekten Torsten Zimmer aus Bad Wildungen. „Es war in der Pandemie nicht einfach, Material und Handwerker zu bekommen“, berichtete Heß. Dass der Rohbau mit rund 1500 Quadratmetern Grundfläche trotzdem so schnell stand, liege auch an der Bauweise, erläuterte Dittmar: Es wurden Kalksandsteine verwendet, die passgenau vorgefertigt waren.

Fünf Gruppen für 100 Kinder

In dem Gebäude werden ab dem 1. März fünf Kindergartengruppen mit insgesamt 100 Kindern betreut, davon zwei Krippengruppen mit Kleinkindern. „Wir freuen uns, dass wir für die Menschen aus dem Bockental und der Umgebung eine wohnortnahe Kinderbetreuung anbieten können“, sagte der Bürgermeister.

Zwei Gruppenräume bekommen eine zweite Ebene – zum Beispiel als Lese- oder Kuschelecke. Auf der Treppe (von links) Gerhard Helminiak und Karsten Dittmar vom Bauamt und Bürgermeister Rüdiger Heß.

Mit dem neuen Baugebiet, das derzeit mit 150 Bauplätzen an der Marburger Straße entsteht, und dem Wohngebiet Bockental wohnten rund um die neue Kita etwa 1000 Menschen. „Es war Zeit, dass hier etwas passiert“, sagte Heß und dankte der Kreishandwerkerschaft, dass sie das Grundstück verkauft habe.

Jede der fünf Kita-Gruppen sei eine kleine Wohneinheit mit Gruppenraum, Materialraum, Differenzierungsraum und Bad. Gleichzeitig wurde das Gebäude als offene Kita geplant – mit einem großen Spielflur als zentralem Raum. Es gibt einen Turnraum, Büros, Personal- und Lagerräume. Und eine große Küche: In der Kita soll jeden Tag frisch gekocht werden. Die Räume des Familienzentrums bekommen einen separaten Eingang. Hier sind offene Kurs- und Beratungsangebote des DRK außerhalb des Kita-Betriebs vorgesehen.

Heß: „Das wird unser modernstes Gebäude“

Das Gebäude wurde aber nicht nur nach dem pädagogischen Konzept geplant, sondern auch nach ökologischen Gesichtspunkten. „Das war uns wichtig“, sagten Heß und Dittmar. Das Haus bekommt ein bepflanztes Dach und für die Stromerzeugung eine Photovoltaikanlage, eine Nachtlüftung tauscht die Raumluft aus, geheizt wird mit Erdwärme, gedämmt mit mineralischen Stoffen. „Das wird unser modernstes Gebäude“, sagte der Bürgermeister.

Ein großer Spielflur ist das Zentrum des Kindergartens.

Bis es fertig ist, gibt es noch einiges zu tun, Böden, Decken und Wände sind noch im Rohbau, Türen, Lampen und Sanitäranlagen fehlen. Die Stadt ist auch für die Einrichtung zuständig – also nicht nur für Möbel, sondern zum Beispiel auch für Buntstifte und Scheren. „Wir übergeben dem DRK einen schlüsselfertigen Kindergarten. Das werden spannende Wochen bis zum 1. März“, sagte Karsten Dittmar.

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