Irischer Folk in der Kirche: Kathy Kelly in Frankenberg

Bekam lokale Unterstützung: Kathy Kelly sang in der Liebfrauenkirche und wurde auch von der Korbacher Band First Guards of St. Kilian begleitet. Fotos: mjx

Frankenberg. Seit 30 Jahren steht Kathy Kelly, die langjährige Frontfrau der Kelly-Family, auf der Bühne und freut sich immer wieder, wenn ihre Lieder die Herzen ihrer Fans treffen.

So auch in der Liebfrauenkirche in Frankenberg: Beim Konzert ihrer Celtic-Scottish Christmas-Tour gingen den Zuhörern ihre Musik und ihre Lieder unter die Haut. Beim großen Finale mit dem beliebten Kirchenlied Amazing Grace hielt es niemanden mehr auf seinem Platz: Für Kelly gab es den verdienten, stehenden Beifall von 300 begeisterten Menschen.

Bei ihrem Auftritt im Frankenberger Gotteshaus wurde die Vollblutmusikerin von ihrem Bruder Paul Kelly auf der Drehleier und der Penny Whistle, dem gebürtigen Biedenkopfer Dirk Benner am Piano und der Pipeband The First Guards of St. Kilian begleitet. Der 47-jährige Benner trat unter anderem schon mit Gospel-Legende Edwin Hawkins, Andrea Berg und Roland Kaiser auf, die Band The First Guards of St. Kilian aus Waldeck-Frankenberg feierte mit dem Konzert gleichzeitig ihr 25-jähriges Bestehen. „Ihr wart ein spitzen Publikum“, bedankte sich das neunköpfige Ensemble später.

Kirchen sind inzwischen die Bühnen von Kathy Kelly geworden - bis Weihnachten gibt sie noch 16 Konzerte in Gotteshäusern in ganz Deutschland. Die 730 Jahre alte Liebfrauenkirche war auch für das Konzert, die Sängerin und die heimische Pipeband eine einzigartige Kulisse. Anfangs leuchteten nur die Kerzen in der dunklen Kirche, als die Dudelsäcke und Trommeln der Korbacher Pipeband erklangen. Mit ihrer Dudelsackmusik trugen die Musiker ihren Teil zu einem stimmungsvollen Abend bei.

Anschließend entführte die temperamentvolle Kathy Kelly das Publikum mit ihren Liedern auf Irlands grüne Hügel, ins feurige Spanien und natürlich auch in die Vergangenheit der Kellys. Bei der Ballade „Danny Boy“ erinnerte die Sängerin an den Gründer der Kelly-Family: „Mein Vater hieß auch Danny.“ Daniel Kelly verstarb 2002 im Alter von 71 Jahren. Mit ihrer beeindruckenden Stimme sang Kathy Kelly nach irischem Folk auch irische Weihnachtslieder und das weltbekannte „Oh Holy Night“. Dabei spielte sie Violine, Gitarre und Akkordeon. Gefühlvolle Reaktionen aus dem Publikum gab es bei Titeln wie „Halleluja“ des erst kürzlich verstorbenen Leonard Cohen und dem Kelly-Welthit „An Angel“ aus dem Jahr 1994. Ein weiterer Höhepunkt des Abends: die bekannten Titel „Scotland the brave“ und „Auld lang syne“, interpretiert von Kathy Kelly gemeinsam mit den Dudelsäcken und Trommeln der First Guards of St. Kilian.

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