Korrektes Verhalten bei Wildunfällen

Jetzt ist wieder die Zeit der Wildunfälle: Tipps für Autofahrer

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Gefahr für Autofahrer: Zur Brunftzeit überqueren zum Beispiel Rothirsche oft unvermittelt die Straßen.

Frankenberg. Besondere Gefahren birgt die jetzige Jahreszeit für die Autofahrer in den waldreichen Gebieten des Frankenberger Landes.  

Es wird abends früher dunkel, das lockt auch die nachts aktiven Tiere früher auf die Straßen. „Die Nächte werden wieder länger. Und jetzt ist die Zeit, wo die Tiere vermehrt unterwegs sind auf Futtersuche, um sich den nötigen Speck für den Winter anzufuttern“, sagt Jochen Arnold, stellvertretender Leiter des Frankenberger Forstamtes. Besonders gefährlich sei es in der Morgen- und Abenddämmerung. Außerdem sei Brunftzeit, noch bis Mitte Oktober müsse man vorsichtig unterwegs sein.

Arnold, und Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands und Mitglied der Jägervereinigung, erklären, worauf Autofahrer jetzt besonders achten und was sie bei einem Wildunfall tun sollten.

Was tue ich, wenn ich einen Wildunfall hatte?

Nach einem Wildunfall sollte unverzüglich die Polizei benachrichtigt, also 110 gewählt werden, sagt Jochen Arnold. Dem pflichtet Matthias Eckel bei: „Wenn es gekracht hat, rufen Sie bitte sofort die Polizei an. Die kommt selbst und verständigt den zuständigen Jagdausübungsberechtigten.“ Außerdem wichtig sei, den Unfallort zu sichern. Das heißt konkret: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen, die Unfallstelle mit Warndreieck sichern. Dann warten, bis die Polizei eintrifft.

Wie verhalte ich mich, wenn ich ein Tier am Straßenrand stehen sehe?

Unbedingt die Geschwindigkeit kontrolliert reduzieren, außerdem abblenden. Polizei, ADAC und Verkehrswacht raten auch das, was Matthias Eckel so ausdrückt: „Bitte keine wilden Ausweichmanöver riskieren.“

Soll ich ein verletztes Tier selbst von der Straße ziehen?

Auf gar keinen Fall. Man sollte unbedingt weiten Abstand halten - ganz gleich ob sich das Tier bewegt oder nicht. Die Nähe des Menschen erzeuge beim Wild zusätzlich Panik. Dann könnte es angreifen oder flüchten. „Es ist wichtig, auf den Eigenschutz zu achten“, sagt Matthias Eckel.

Was mache ich, wenn das verletzte Tier wegläuft?

Wenn ein verletztes Tier in den Wald flüchtet, sollte man auf keinen Fall selbst hinterhergehen, dafür gibt es die Spezialisten. Wichtig sei jedoch, die Unfallstelle und die Fluchtrichtung des Wildes zu markieren.

Auf was noch zu achten ist, lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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