Zwei neue Arbeitsplätze geschaffen

Junger KFZ-Meister baut Werkstatt für 900.000 Euro

Neue Werkstatt für Nutzfahrzeuge in Löhlbach: Meister Oleg Hartwich (links) mit Vertretern der unterstützenden Institutionen (von links): Volker Zimmermann (Region Kellerwald-Edersee), Irmhild Weber (Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung), Kai Bremmer (Kreishandwerkerschaft), Lisa Küpper (Region Kellerwald-Edersee) und Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus. Foto: Biedenbach

Löhlbach. Der 27-jährige Kfz- und Nutzfahrzeugmeister Oleg Hartwich hat im Löhlbacher Gewerbegebiet eine Werkstatt für Autos und Nutzfahrzeuge wie Lkw und Busse errichtet.

Den gut 900.000 Euro teuren Neubau hat die Region Kellerwald-Edersee mit 45.000 Euro bezuschusst.

Hauptgrund für den Zuschuss war die Tatsache, dass der junge Unternehmer zwei neue Arbeitsplätze geschaffen hat und zum 1. August auch einen Auszubildenden im Bereich Nutzfahrzeugtechnik (Nfz) einstellt.

„Neue Arbeitsplätze sind absoluter Schwerpunkt der Regionalentwicklung. Wenn unsere Dörfer zu reinen Schlafstätten würden, dann wäre das ihr Ende“, sagte der Vorsitzende der Entwicklungsgruppe Kellerwald, Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann, bei der Vorstellung des Projektes.

Kai Bremmer von der Kreishandwerkerschaft sieht in Oleg Hartwich ein „Paradebeispiel“ dafür, wie ein junger Mensch seine Karriere auf dem Land aufbaue. Man müsse dafür nicht in die Großstädte gehen,

Hartwich, der schon mit 23 seinen Kfz- und Nfz-Meister machte, wies aber auch darauf hin, wie schwer er es als junger Mensch hatte, bis er eine Bank fand, die ihn unterstützte. Er dankte Lisa Küpper, Geschäftsführerin der Regionalentwicklung Kellerwald, und Irmhild Weber vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis für deren Unterstützung. „Das war tiptop“, sagte er. Und er dankte auch seinem Vater Heinrich und seiner Verlobten Katharina Rassner.

Vor vier Jahren hatte sich der junge Meister selbstständig gemacht - in der Garage des Wohnhauses der Familie im Gaernweg in Löhlbach. Dort beschäftigte er bereits zwei feste Mitarbeiter, nun kamen zwei weitere hinzu. Die beengten Verhältnisse führten nicht nur zu betrieblichen Schwierigkeiten, sondern es gab auch Ärger mit den Nachbarn, wegen geparkter Autos an den Gehwegen. Deshalb hatte Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus den Neubau empfohlen und den Kontakt mit der Regionalentwicklung hergestellt.

In dem Neubau hat Hartwich genug Platz für den Hauptzweig seines Unternehmens: Die Reparatur und Wartung von Bussen und Lkw. Aber auch Autos werden repariert. Ein weiterer Zweig ist der Kfz-Verkauf.

Nach all den Verwaltungsaufgaben, die mit dem Neubau verbunden waren, freut sich Hartwich, dass er jetzt wieder vermehrt in der Werkstatt stehen kann. Er ist passionierter Schrauber und fährt gerne Auto-Cross-Rennen - so nimmt er auch an der Deutschen Meisterschaft in Sachsenberg teil.

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