Land leistet Zuschuss in Höhe von 17.850 Euro

Katastrophen-Alarm kommt bald direkt aufs Handy

Waldeck-Frankenberg. Ob Chemieunfall, Großbrand oder Extremwetter: Im Katastrophenfall können Einwohner von Waldeck-Frankenberg künftig eine Alarmmeldung direkt aufs Handy bekommen.

Der Landkreis will noch in diesem Jahr das Frühwarnsystem „Katwarn“ einführen, das es bereits in mehreren hessischen Regionen gibt.

Einen Zuschuss von 17.850 Euro dafür hat das Land bereits genehmigt, hieß es aus dem Innenministerium auf HNA-Anfrage. Der Kreis selbst hat aus seinem Etat für dieses Jahr 15.000 Euro eingeplant, erklärte Kreissprecher Dr. Hartmut Wecker der HNA. Die Ausschreibung soll in Kürze starten, eine Umsetzung sei noch dieses Jahr vorgesehen.

Das Beispiel des Schwalm-Eder-Kreises zeigt, wie das System funktioniert: Einwohner können sich freiwillig und kostenlos anmelden und erhalten auf ihr Handy eine Gefahrenwarnung. Schwalm-Eder war im April 2012 der erste hessische Kreis, der Katwarn einführte. Damals äußerte sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg gegenüber der HNA noch ablehnend hinsichtlich des Prokjekts. Mittlerweile haben weitere Kreise das Warnsystem eingeführt, darunter auch Marburg-Biedenkopf und Gießen. Und nun will Waldeck-Frankenberg nachziehen.

Der Hessische Landkreistag hatte sich bereits dafür ausgesprochen, das System in allen Kreisen einzuführen: „Damit sollen auch neue Medien ergänzend zu Warnungen über Rundfunk, Fernsehen, Sirenenanlagen oder Lautsprecherdurchsagen genutzt werden.“

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