Wieder Regelbetrieb nach Corona-Pause in Kindertagesstätten

Kinder in Frankenberg, Rosenthal, Allendorf und Battenberg freuen sich auf ihre Freunde

Händewaschen in der Kita Pusteblume in Rosenthal: (von links) Taylor, Linus, Joshua und Hannah demonstrieren, wie gründlich sie die Hygieneregelnbefolgen.
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Hände waschen nicht vergessen: ( von links) Taylor, Linus, Joshua und Hannah demonstrieren, wie gründlich sie die Hygieneregeln in der Rosenthaler Kita Pusteblume befolgen.

Seit Montag herrscht nach langer Zeit der Corona-Beschränkungen wieder Regelbtrieb in den Kindergärten. Wir haben in einigen Kitas gefragt, wie es läuft.

Für die katholische Kindertagesstätte Sankt Marien in Frankenberg hat die Wiederaufnahme des Regelbetriebs keine große Veränderung mit sich gebracht, wie Leiterin Pia Mörchen gegenüber der HNA sagte. Von den 45 Kindern seien die meisten ohnehin nach der ersten Lockerungsphase schon wieder da gewesen.

„Es haben nur noch neun Kinder gefehlt und von denen sind am Montag lediglich drei gekommen“, so Mörchen. Sie und ihre Kollegen hätten nur die vor Corona bestehende Gruppeneinteilung wieder hergestellt.

„Den Turnraum haben wir allerdings als zusätzlichen Raum für die Schulgruppe beibehalten“, sagte die Leiterin. Die Kinder hätten kein Problem mit der Rückkehr zum Regelbetrieb – im Gegenteil, sie seien froh gewesen: „Meine Freunde sind alle wieder da“, habe ein Junge freudestrahlend gesagt. „Die Kinder sind glücklich, wieder da zu sein“, bestätigt auch Erzieherin Edith Wilhelmi. Auch das Erzieherteam habe sich über das Wiedersehen gefreut.

Während der Phase des eingeschränktem Notbetriebs, als sich die Kinder unterein-ander nicht sehen konnten, hätten sie Briefkästen für jede Gruppe gebastelt und die Kinder hätten sich Briefe geschrieben. „Wir konnten auch beobachten, dass einige zwischenzeitlich einen Entwicklungssprung gemacht haben“, so Wilhelmi.

„Eigentlich wollten wir eine Woche komplett dichtmachen“, sagt Leiterin Pia Mörchen. Jetzt habe man sich aber entschlossen, stattdessen ab 20. Juli für drei Wochen die Betreuungszeit auf sechs Stunden zu verkürzen.

Mit der Einhaltung der Hygieneregeln gebe es keine Probleme: „Die Kinder passen auch untereinander auf“, sagt Kitaleiterin Ara Mörchen.

Übernachtungsparty in Rosenthal musste ausfallen

Auch in der Kita Pusteblume in Rosenthal gibt es feste Regeln, die „mit Augenmaß“ eingehalten werden, wie Leiter Ralf Sewerin sagt. „Wir haben im Moment zwei verschiedene Eingänge, die von den Eltern benutzt werden und achten darauf, dass die Kinder in ihren jeweiligen Gruppen bleiben.

Die Eltern freuten sich, dass ihre Kinder wieder in die Kita gehen könnten, sagt Sewerin. Nach Beginn der Schulferien seien zwar einige Geschwisterkinder nicht da, das sei aber nicht ungewöhnlich, sondern jedes Jahr so. „Unsere dreiwöchigen Sommerferien starten erst am 24. Juli.“

Er habe von Anfang an die Eltern „mit ins Boot geholt“, betont Sewerin und lobt die vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Ich habe gleich zu Beginn der Corona-Beschränkungen zwei Elternversammlungen gemacht und auch den Notbetrieb erklärt.“ Die Resonanz sei groß gewesen.

Auch während des eingeschränkten Regelbetriebs habe er allen – und nicht nur den Eltern aus systemrelevanten Berufsgruppen – anbieten können, dass sie ihr Kind wenigstens jeden zweiten Tag bringen konnten. „Das war eine gute Sache. Dadurch hatten die Eltern auch ein bisschen mehr Planungssicherheit“, so Ralf Sewerin. Im DGH Roda sei zudem eigens ein Ausweichquartier eingerichtet worden. Mit Hilfe der Eltern sei Mobiliar und Spielzeug hingebracht worden.

„Schade ist natürlich, dass die Abschiedsfeier der angehenden Schulkinder und die Übernachtungsparty dieses Jahr ausfallen mussten wegen Corona“, bedauert Sewerin. Normalerweise gehe das Team mit den Schulkindern zum Abschluss der Kindergartenzeit auch immer in ein Lokal essen. Jetzt sei zumindest noch mal eine Stadtrallye geplant – allerdings ebenfalls ohne Eltern.

Fast alle Plätze in Allendorf und Battenberg belegt

Unterschiedliche Reaktionen hat Jutta Henkel, Geschäftsführerin der sechs evangelischen Kindertagesstätten im Oberen Edertal, nach der Wiederaufnahme des Regelbetriebs beobachtet.

Noch etwas verhalten sei die Resonanz bei der Kita in Battenfeld, berichtet Henkel. Der Kindergarten sei am Montag zu etwa 65 Prozent belegt gewesen, am gestrigen Mittwoch waren aber schon 80 Prozent der 99 Kitaplätze belegt. Die Auslastung bei den U3-Krippenkindern lag bei 92 Prozent. Einen Grund sehe Kita-Leiter David Jakobi darin, dass ältere Geschwisterkinder schon Sommerferien haben und die Familien möglicherweise verreist seien.

„Hurra, wir dürfen wieder in den Kindergarten!“ - So haben sich laut Leiterin Annika Traute viele Jungen und Mädchen gefreut, die seit Montag wieder die Kita „Die Linspherfische“ in Allendorf besuchen dürfen, die Platz für 90 Jungen und Mädchen hat. Die Auslastung liegt laut Jutta Henkel derzeit bei knapp 90 Prozent. Einige Eltern hätten berichtet, dass ihre Kinder zunächst etwas verunsichert gewesen seien, dass es nun wieder in die Kita gehe. Das habe sich jedoch schnell gelegt.

Groß sei die Freude auch in Battenberg gewesen, wo die evangelische Kita seit Montag voll ausgelastet ist. Erzieherin Verena Schneider habe von „begeisterten Kindern“ berichtet, sagte Geschäftsführerin Henkel. Sehr zufrieden mit dem Besuch seien auch die Leiterinnen in Dodenau. Astrid Huhn (Dodenau) und Lea Enggel (Laisa) berichten von 92 bzw. 89 Prozent Auslastung. Sehr gut angekommen sei die Idee, in Dodenau mit den „Schulis“ (Vorschulkindern) als Waldgruppe ins Wildgehege zu gehen, berichtete Jutta Henkel.

Sommerpause in den Allendorfer Kindertagesstätten

Die Geschäftsführerin weist darauf hin, dass die Allendorfer Kitas (Allendorf, Rennertehausen und Battenfeld) ab 20. Juli für zwei Wochen auf „Sommerferien“ umstellen. Dann wird nur noch die Kita in Battenfeld für Kinder aus diesen drei Einrichtungen geöffnet sein, und zwar ganztags für bis zu 25 Kinder. „Einige wenige Plätze sind noch frei“, teilte Jutta Henkel mit.

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