Taschengeld aufbessern

Kinder sammeln Kastanien für Tiere im Frankenberger Wildpark

Kastanien-Anlieferung: Arne Schwarz und sein Freund Moritz Schäfer (von links) lieferten am Montag bereits mehrere Eimer mit frisch gesammelten Kastanien an. Der frühere Revierförster Erich Reitz und dessen Enkel Sebastian Leonbacher (rechts) packten mit an.
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Kastanien-Anlieferung: Arne Schwarz und sein Freund Moritz Schäfer (von links) lieferten am Montag bereits mehrere Eimer mit frisch gesammelten Kastanien an. Der frühere Revierförster Erich Reitz und dessen Enkel Sebastian Leonbacher (rechts) packten mit an.

Annehmen, wiegen, umfüllen und bezahlen: Kastanien und Eicheln haben bei Erich Reitz, Karl Jäger und ihren Helfern im Frankenberger Wildpark in diesen Tagen Hochkonjunktur. Die Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun.

Frankenberg - Seit Beginn der Herbstferien bringen viele Kinder – meist mit Unterstützung der Eltern – ihre frisch gesammelten Waldfrüchte als Winterfutter für die Tiere in den Wildpark. Damit können sich die Jungen und Mädchen ein kleines Taschengeld verdienen – pro Kilo gibt es 20 Cent.

In Eimern, Tüten und Säcken werden die Kastanien und Eicheln angeliefert. Anschließend werden sie von Erich Reitz und seinen Mitarbeitern in blaue Kunststofftonnen umgefüllt und – damit sie nicht schimmeln – mit Salz und Wasser konserviert. Dann kommen die Waldfrüchte ins Lager.

„Wir benötigen die Kastanien und Eicheln als Winterfutter. Die Waldfrüchte dienen den Tieren neben Heu und Zuckerrüben als Kraftfutter. Vor allem die Wildschweine und die Muffel fressen gerne Kastanien. Die braunen Knollen sind reich an Fett und Eiweiß“, erklärt Erich Reitz – er ist der Vorsitzende des Fördervereins des Wildparks.

Nach seinen Worten benötigt der Tierpark den Winter über etwa drei Tonnen an Kastanien und Eicheln. Deshalb freut er sich auch über die Unterstützung durch die Kinder und Jugendlichen.

Durchschnittlich 50 bis 100 Kilogramm pro Tag

Am vergangenen Montag lief die Aktion bereits gut – bis zum Abend wurden bereits 150 Kilo angeliefert. „Durchschnittlich rechnen wir mit 50 bis 100 Kilo pro Tag“, sagt Erich Reitz.

Moritz Schäfer aus Allendorf-Hardtberg und sein Freund Arne Schwarz aus Schreufa gehörten zu den ersten, die am Montag Kastanien in Eimern und Körben anbrachten – unter dem Strich 38 Kilo. 7,60 Euro gab‘s für sie dafür. „Es gibt in diesem Jahr viele Kastanien. Wir kommen wieder“, kündigten sie bereits an.

Nach den Worten von Erich Reitz lohnt sich auch in diesen herbstlichen Tagen ein Besuch im Frankenberger Wildpark: „Jetzt ist die hohe Zeit der Hirschbrunft. Die kann man im Wildpark ganz besonders erleben. Hier sind die Tiere sehr gut zu hören“, erzählt Reitz.

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