Kiwanis Neujahrskonzert in Frankenberg: Von Wien in die Welt

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Walzerseligkeit: Bei „Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“ aus der Operette „My Fair Lady“ ließen sich der neue Orchesterleiter Witolf Werner und Sopranistin Maryna Zubko sogar zu einem Walzer auf der Bühne verleiten. Das Publikum war begeistert. 

Frankenberg. „Prosit Neujahr“ - mit seinem Neujahrskonzert mit dem Johann-Strauß-Orchester Frankfurt leitete der Kiwanis-Club Ederbergland in der Ederberglandhalle das Jahr seines 30-jährigen Bestehens ein.

 „Diesen Geburtstag wollen wir 2018 entsprechend feiern“, kündigte Kiwanis-Präsident Marco Kahler bei der Begrüßung der 350 Zuhörer an. „Bei den Kiwanis kann man gesellig sein und Gutes tun“, betonte Kahler die Aufgabe des Service-Clubs. Dabei erinnerte er daran, dass die heimischen Kiwanis schon 150 000 Euro für Projekte für Kinder in der Region gesammelt hatten - in diesem Jahr solle das neue Kiwanis-Projekt „Kinder in Bewegung“ gestartet werden.

Nach der verbalen Ouvertüre des Kiwanis-Präsidenten nahm das Johann-Strauß-Orchester Frankfurt die Zuhörer mit auf eine beeindruckende Klangreise durch drei Weltmetropolen: „Neujahr in Wien - Berlin - New York“, lautete die Überschrift des gut zweistündigen Konzerts mit guter Musik und guter Laune. „Wir reisen musikalisch - das ist nicht so aufwendig und emissionsfrei“, schwärmte der neue Orchesterleiter Witolf Werner. Mit seinem „Wiener Charme“, lockeren Kommentaren und Scherzen führte er elegant durch das Programm.

Seit 2014 ist der 40-Jährige der Leiter des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper. Deshalb startete er die musikalische Reise auch in Wien - und zwar mit Ausschnitten aus Titeln wie „Höre ich Zigeunergeigen“ oder „Grüß‘mir die süßen, die reizenden Frauen im schönen Wien“ aus der Operette „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán. „Mit dieser Musik können sie am Reichtum der Stadt teilhaben“, erklärte der Dirigent.

Die Solistin des Abends war die bezaubernde Maryna Zubko aus der Ukraine. Klanggewaltig und ausdruckstark erläuterte sie dem Publikum „Was in der Welt passiert“ aus Kálmáns „Die Zigeunerprinzessin“ und startete damit einen Eroberungszug in die Herzen der Zuhörer. Das Orchester antwortete, wie es durch die Welt reisen will - mit dem „Vergnügungszug“ von Johann Strauß.

Happy birthday to you: Für Lea Eitzenhöfer, vor wenigen Tagen erst fünf Jahre alt geworden, gab das Johann-Strauß-Orchester zwischendurch sogar ein Geburtstagsständchen. Da waren die kleine Lea und auch Oma Martina Eitzenhöfer ganz stolz.

Das Land wechselte - und auch die Stadt: Bei dem Marsch „Berliner Luft“ aus „Frau Luna“ von Paul Lincke sang, klatschte und pfiff das textsichere Publikum begeistert mit. Und „Was eine Frau im Frühling träumt“, wusste wiederum Maryna Zubko mit ihrem Titel aus „Marietta“ von Walter Kollo. Mit dem musikalischen Flieger ging es nach der Pause schließlich über den großen Teich nach New York. Dort brillierte das Orchester mit einem Potpourri aus „The Sound of Music“ und Maryna Zubko mit Frederick Loewes „Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“.

Was am Ende nicht fehlen durfte: die Zugabe mit der schnellen Polka „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauß und dem „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß - zudem die stehenden vorgetragenen Bravo-Rufe und begeisternden Pfiffe des Publikums. 

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