Finanzamt hat neue Anforderungen

Kleine Läden müssen teurere Kassen kaufen: Reaktionen aus  Frankenberg

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Wichtige Einrichtung für die Bromskircher Bürger: Im Dorfladen ist hier Ladenleiterin Regine Frese an der Kasse, links Kundin Barbara Kaiser, vor kurzem 90 Jahre alt geworden.

Frankenberg. Ab dem 1. Januar kommenden Jahres stellt das Finanzamt neue Anforderungen an Registrierkassen im Handel: Für manch einen Händler in Frankenberg heißt das, in ein neues Kassensystem investieren zu müssen - möglicherweise mehrere tausend Euro.

Was für den einen Geschäftsmann kein Problem darstellt, bringt den anderen an den Rand der Existenz. So wie den Dorfladen in Bromskirchen. Dort muss eine neue Kasse her. Und die kostet rund 5000 Euro, wie Regine Frese, die ehrenamtliche Leiterin, berichtet. „Für uns ist das ein großes Problem, das finanziell zu stemmen“, sagt Frese.

Als „schwierig besonders für die kleineren Existenzen“ schätzt Oliver Stöhr von der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg die Umrüstung oder auch die Neuanschaffung einer solchen Kasse ein. Die Kassenrichtlinie der Finanzverwaltung stamme aus 2010, sagt der für Unternehmensförderung zuständige IHK-Mitarbeiter.

Dass jetzt wieder eine neue Kasse angeschafft werden muss, empfindet Regine Frese, die Frau des Bromskircher Bürgermeisters, als einen „Schildbürgerstreich“. „Wir sind froh, dass wir den Laden überhaupt halten können“, sagt die ehrenamtliche Ladenchefin. Dass eine Prüfung durchs Finanzamt „Schwarzgelder“ bei ihnen zutage fördere, sei blanker Unsinn. Regine Frese: „Alles hat Hand und Fuß bei uns.“

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