Konzept für öffentliches W-Lan in Frankenberger Innenstadt

Freies W-Lan: In Frankenberg wird weiter daran gearbeitet, öffentliche Funknetze anzubieten. Archivfoto:  dpa

Frankenberg. Die Forderung nach kostenlosem W-Lan in Frankenberg gibt es mindestens schon seit 2015 - vorgetragen unter anderem von Jung-Liberalen und Junger Union. Nun könnte der kostenlose Internetzugang an öffentlichen Orten Wirklichkeit werden.

Mit dem Smartphone kostenlos ins Internet, Nachrichten, Bilder und Videos verschicken, ohne dabei das Datenvolumen des eigenen Handyvertrags zu verbrauchen: Immer mehr Städte bieten an öffentlichen Plätzen den kostenlosen Zugang zu einem Funknetz an.

Die Stadt Korbach hat freies W-Lan bereits für 2017 angekündigt, auch in Bad Wildungen hat das Stadtparlament freie Internetzugänge auf den Weg gebracht, am Edersee gibt es das bereits seit mehr als einem Jahr auf der Sperrmauer. Jetzt geht auch Frankenberg den nächsten Schritt, wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage der HNA berichtet.

„Öffentlich zugängliches W-Lan im Frankenberger Stadtzentrum wäre kurzfristig verfügbar“, sagt Stadtsprecher Wolfgang Danzeglocke: Der von der Kreiswirtschaftsförderin Anna Trutter und der städtischen Wirtschaftsförderin Evelin Jacobs unterstützte Existenzgründer Moataz Elmasry habe mit seiner Firma Contensi ein Konzept entwickelt, das bei Interesse durch die Geschäfts- und Gastronomiebetriebe die Innenstadt mit W-Lan abdecken könnte.

„Die Kosten belaufen sich auf 20 Euro pro Monat für jeden eingebundenen Router. Die Anschaffungskosten pro Router betragen einmalig ebenfalls 20 Euro“, erklärte Elmasry in der Pressemitteilung der Stadt. Die App für Android-Geräte sei bereits fertig, die für IOS (Apple) werde innerhalb der nächsten drei Monate folgen.

Die Junge Union hatte das Thema W-Lan vor der Kommunalwahl Anfang des Jahres wieder ins Gespräch gebracht. Bürgermeister Rüdiger Heß sieht die Umsetzung aber nicht bei der Stadt - das sei nach seiner Ansicht keine aus Steuermitteln zu finanzierende öffentliche Aufgabe -, sondern bei den Geschäfts- und Gastronomiebetrieben, die über die Kundenbindung Vorteile daraus ziehen könnten. „McDonald’s beispielsweise setzt das schon seit Jahren in Frankenberg um“, sagt Heß.

Ähnlich beurteile das auch Kaufleute-Chef André Kreisz: „Wir als Kaufmännischer Verein haben generell Interesse an flächendeckendem W-Lan in der Innenstadt. Im Moment sind wir in der technischen Prüfung in Bezug auf das von der Kreiswirtschaftsförderung vorgeschlagene Konzept“, wird Kreisz in der Pressemitteilung der Stadt zitiert.

Kreiswirtschaftsförderin Anna Trutter findet, dass es sich um eine Win-Win-Situation handelt: „Moataz Elmasry hat sich entsprechende Kenntnisse, auch in Bezug auf Datensicherheit, angeeignet, die er neben seinem Projektauftrag in mehreren Großstädten nun auch in Waldeck-Frankenberg umsetzen kann.“

Die städtische Wirtschaftsförderin Evelin Jacobs wies darauf hin, dass es weitere private Initiativen einzelner Geschäfts- und Gastronomiebetriebe für öffentliches W-Lan gebe.

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