Kosovo-Einsatz für Frankenberger Soldaten nach 18 Jahren beendet

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Geehrte und ausgezeichnete Soldaten des Frankenberger Bataillons: (von rechts) Stabsunteroffizier Nikolai Schaptin, Oberstabsgefreiter Deniz Gölbasi, Hauptfeldwebel Andreas Neugebauer, Hauptfeldwebel Cindy Hanke, Hauptfeldwebel Bastian Massierer, Haupfeldwebel Sven Heinrich, Oberstleutnant Meik Kotthoff (am Mikrofon), Stabsfeldwebel Dirk Otte, Hauptfeldwebel Patrik-Trevor Heldt und Hauptmann Christian Reime.

Frankenberg. Nach 18-jähriger Präsenz ist für die Aufklärungssoldaten aus Frankenberg der Einsatz im Kosovo zu Ende gegangen. Deshalb fand in der Burgwaldkaserne ein Bataillonsappell statt.

Alle Soldaten und zivilen Mitarbeiter des Bataillons für elektronische Kampfführung 932 waren dazu auf dem Exerzier-Platz angetreten. Oberstleutnant Meik Kotthoff als Kommandeur ging in seiner ede auf die Herausforderungen der vergangenen Monate ein und dankte allen Soldaten und zivilen Angehörigen für ihre aufopferungsvolle Arbeit. Nach Kotthoffs Worten geht eine Ära zu Ende.

Viele Frankenberger Soldaten haben mehrere Monate ihres Lebens im Südosten Europas verbracht und dort ihren Beitrag für die Stabilität des Kosovo geleistet. Ziel der internationalen Präsenz ist und war der Aufbau eines friedlichen und rechtsstaatlichen Umfeldes im ehemaligen Jugoslawien.

„Aber auch die Zukunft wird arbeitsreich und spannend bleiben“, kündigte Oberstleutnant Kotthoff an. Die Aufstellung des Kommandos „Cyber- und Informationsraum“ und der damit verbundene Unterstellungswechsel des Bataillons zum 1. Juli 2017 werde auch Auswirkungen auf die Burgwaldkaserne haben. Möglicherweise würden auch einzelne Soldaten aus Frankenberg an das neue Kommando nach Bonn versetzt, sagte der Kommandeur. Die Entscheidungen dazu stünden jedoch noch aus.

„Gemäß den Vorgaben aus dem Bundesverteidigungsministerium bleiben die aktuellen Standorte des zukünftigen Kommandos allesamt erhalten“, erklärte Oberstleutnant Meik Kotthoff. Damit bleibe auch Frankenberg als Stationierungsort der Bundeswehr in unveränderter Stärke sicher.

Viele Soldaten, die teilweise tief mit der Region Nordhessen verwurzelt sind und hier ihre Familien haben, nahmen diese Nachricht mit Erleichterung auf.

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