Doch: Woher kommt der Drache?

Kreis-Heimatmuseum erhielt zwei wertvolle Wetterfahnen

Wetterfahne in Drachenform: Hans Papenfuß im Kreis-Heimatmuseum hofft auf Hinweise älterer Frankenberger, um die Herkunft dieser historischen Wetterfahne mit den Initialen „I“ und „S“ zu klären. Rekonstruierbar ist die leicht beschädigte Jahreszahl 1670. Foto: Völker

Frankenberg. Über Jahrhunderte drehten sie sich knarrend im Wind, trotzten Stürmen und Blitzen - nun sind zwei wertvolle, alte Wetterfahnen im Frankenberger Kreis-Heimatmuseum gelandet.

Dort werden sie Teil eines beachtlichen Inventars an handwerklich kunstvollen Turmknäufen, Kirchturmhähnen und Wetterfahnen sein. Aber gern würden Museumsleiter Heiner Wittekindt und sein Mitarbeiter Hans Papenfuß wissen: Woher kommt eine der beiden historischen Fahnen in Drachenform, die jetzt dem Museum von einer privaten Sammlerin überlassen worden ist?

Von ihnen geklärt ist das Schicksal eines geschwungenen, eisernen Turmwimpels, der einst das „Herboldsche Haus“ aus dem Jahr 1564 in der Steingasse 1 zierte. Er wurde anlässlich der Sanierung dieses wertvollen Fachwerk-Bürgerhauses unter neuer Wetterfahne von Familie Fritz Lapp aufbewahrt und jetzt dem Kreis-Heimatmuseum übergeben.

Renate von Wintzingerode hat in ihrem Familienbesitz die Drachenform-Fahne mit der noch erkennbaren Jahreszahl 1670 aufbewahrt. Sie ist in der Frankenberger Altstadt am Wassertor 1 aufgewachsen und bekam von ihrem vor Jahrzehnten nach Australien ausgewanderten Bruder Karl-Willi Loderhose dieses Fundstück geschenkt.

Es gelang ihr aber auch im telefonischen Kontakt mit ihm jetzt nicht mehr zu klären, anlässlich welches Hausabbruchs ihr Bruder damals diese Wetterfahne geborgen und verwahrt hat. Es komme auch Viermünden in Frage, vermutet sie.

Von Karl-Hermann Völker

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