Gerhard Hallenberger geht in Ruhestand

Kreiskrankenhaus Frankenberg sucht neuen Geschäftsführer

Gerhard Hallenberger seit 1.1.2018 neuer Geschäftrsführer Kreiskrankenhaus Frankenberg
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Gerhard Hallenberger ist seit 1. Januar 2018 Geschäftsführer im Kreiskrankenhaus Frankenberg.

Im Kreiskrankenhaus in Frankenberg wird es demnächst einen personellen Wechsel in der Geschäftsführung geben.

Die Stelle des Geschäftsführers wurde vom Landkreis Ende Februar neu ausgeschrieben, weil Gerhard Hallenberger planmäßig in Ruhestand geht. Er ist seit Anfang 2018 Geschäftsführer des Krankenhauses. 

Die Bewerbungsfrist ist bereits abgelaufen. „Intern werden zunächst die eingegangenen Bewerbungen gesichtet und dann über die entsprechende Nachfolge entschieden“, teilt der Landkreis auf Nachfrage mit. 

Die FDP Ederbergland sagt dazu in einer Pressemitteilung, in der es um die wirtschaftliche Lage des Kreiskrankenhauses geht: „Mehrere Wechsel in der Geschäftsführung, darunter das millionenschwere Abenteuer mit der Vitos GmbH, haben keine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation gebracht. Aktuell steht wieder ein Wechsel in der Führung an, aber eine Lösung für den dauerhaften Bestand ist nicht in Sicht.“

FDP fordert 10 Euro pro Einwohner

In ihrer Pressemitteilung sagt die FDP Ederbergland zur medizinischen Versorgung in Waldeck-Frankenberg vor dem Hintergrund der Corona-Krise. „Die aktuelle Situation führt allen deutlich vor Augen, dass wohnortnahe funktionierende Krankenhäuser lebensnotwendig sind." Die FDP Ederbergland ruft daher alle politisch Verantwortlichen auf, sich aktiv für die Krankenhäuser im Landkreis einzusetzen. 

Und die FDP macht eine Rechnung auf, um die Krankenhäuser im Landkreis zu unterstützen: „Würde der Kreis die Umlage zur Krankenhausfinanzierung um 0,5 Prozent erhöhen, stünden zusätzlich rund 2 Mio. Euro zur Verfügung. Gemeinden des Kreises würden ihrer Wirtschaftskraft gemäß belastet. Darüber hinaus sollten die Gemeinden im Südkreis einen einmaligen Beitrag von 10 Euro pro Einwohner freiwillig für das Krankenhaus in Frankenberg zahlen. Diese 10 Euro pro Einwohner bedeuten für Hatzfeld rund 30 000 Euro, für Allendorf 55 000 Euro und für Frankenberg 180 000 Euro. In Summe kämen im Südkreis 600 000 Euro zugunsten des Krankenhauses in Frankenberg zusammen“, rechnet die FDP aus. 

Betrachte man die Haushalte der Gemeinden, so seien 10 Euro pro Einwohner verkraftbar und auch finanzierbar. Das sei „ein deutliches Zeichen der Solidarität“. 

Insgesamt müsse es das Ziel sein, dass die Krankenhäuser im Landkreis zur „Gesundheit Waldeck-Frankenberg“ zusammengeführt würden. „Das Kirchturmdenken der politisch Verantwortlichen führt letztlich beide Einrichtungen (Frankenberg und Korbach) in keine gesicherte Zukunft“, sagt Kreistagsmitglied Friedhelm Pfuhl

„In der Krankenhausversorgung haben wir uns über Jahrzehnte kaputtgespart und erhalten jetzt die Rechnung“, sagt Ursula Czekala von der FDP. „Die aktuelle Gesundheitslage zeigt deutlich, dass es wichtige Dinge in der Daseinsvorsorge gibt, die einer schnellen Lösung bedürfen.“

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