Kreißsäle des Kreiskrankenhauses Frankenberg wurden saniert

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Kreißsaalführung: (von links) Nelli und Lars Günther aus Frankenberg, Melanie-Kim Richter aus Battenfeld sowie Steven Schultze und Laura Kümmel aus Korbach besichtigten die modernisierte Geburtshilfe-Abteilung am Kreiskrankenhaus Frankenberg. Hier mit Chefarzt Dr. Volker Aßmann und Hebamme Marita Juschkiwitz-Böckle an der Wanne für Wasserentbindungen. 

Frankenberg. Die Kreißsäle des Kreiskrankenhauses Frankenberg wurden für 800.000 Euro modernisiert. Jetzt werden Mutter-Kind-Station und gynäkologische Ambulanz saniert. 

Das Interesse war groß: Rund 30 werdende Eltern begutachteten die für 800.000 Euro modernisierten drei neuen Kreißsäle im Frankenberger Kreiskrankenhaus, die nach sechsmonatiger Bauphase fertig sind. Trotz der finanziellen Schieflage des Krankenhauses wird jetzt mit der Sanierung der gynäkologischen Ambulanz und der Modernisierung der Mutter-Kind-Station weiter gemacht. Abgeschlossen werden sollen die Arbeiten noch im Frühjahr nächsten Jahres.

Während des Umbaus der Kreißsäle war die Geburtshilfestation vorübergehend vom dritten Obergeschoss ins Erdgeschoss umgezogen, damit die Patienten nicht beeinträchtigt werden. Da statistisch gesehen ohnehin nur fünf bis sechs Prozent aller Schwangeren eine Wassergeburt wünschten, sei die in dieser Zeit nicht zur Verfügung stehende Wanne „nicht so schmerzlich“ vermisst worden, sagte Chefarzt Dr. Volker Aßmann, als er die Gruppe zusammen mit Hebamme Marita Juschkiwitz-Böckle durch die neuen Räume führte und Fragen rund um das Thema Entbindung beantwortete.

„Alles ist viel freundlicher und offener geworden. Außerdem haben wir auch viel mehr Platz“, betonte er. Die Patienten hätten neben einer angenehm ruhigen Atmosphäre die Sicherheit einer optimal ausgestatteten Geburtsklinik. „Das ist wirklich sehr schön geworden“, so der einhellige Kommentar einiger Schwangeren bei der Besichtigung der neuen Kreißsäle.

Ob im Kreißbett, auf dem Gebärstuhl, stehend, liegend oder sitzend – im Kreiskrankenhaus seien alle Gebärpositionen bis hin zur Wasserentbindung möglich, sagte der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Auch die apparative Ausstattung sei angepasst worden, sodass die Hebammen mit modernen Überwachungsmethoden die Geburt unterstützen könnten. Grundlegend saniert wurden auch die Sanitäranlagen. „Unter anderem steht ein Entspannungsbad zur Verfügung“, teilte Dr. Aßmann mit. Neu konzipiert sei auch der OP-Bereich: „Wenn es schnell gehen muss, kann nur wenige Schritte entfernt ein Kaiserschnitt gemacht werden.“

Die Geburtshilfe sei das „Aushängeschild“ des Kreiskrankenhauses, sagte dessen Sprecher Rouven Raatz gegenüber der HNA. Sie sei inzwischen die größte geburtshilfliche Klinik im Landkreis. Auch aus dem benachbarten Kreis Marburg-Biedenkopf oder Nordrhein-Westfalen nähmen zunehmend Schwangere an den monatlich angebotenen Kreißsaalführungen teil.

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