Am Ende des Zweiten Weltkrieges getrennt worden

Kuriose Spende: Schüler von 1929/30 lösen Klassenkasse auf

Frankenberg. Der Förderverein des Kreiskrankenhauses Frankenberg hat eine ungewöhnliche Geldspende von 900 Euro erhalten.

Es handelt sich um den Inhalt einer Gemeinschaftskasse der Schulabgänger des Geburtsjahrgangs 1929/30 von Ortenbergschule und Edertalschule.

Die Mitglieder waren am Ende des Zweiten Weltkrieges voneinander getrennt worden. Zwei von ihnen waren noch als 15-Jährige zum Kriegsdienst herangezogen worden und in Kriegsgefangenschaft geraten. Alle blieben sich jedoch verbunden und sahen sich später in Abständen wieder.

Für die bei ihren Treffen entstandenen Kosten legten sie eine Gemeinschaftskasse an, die jetzt aufgelöst wurde, nachdem der bisherige Kassenverwalter Georg Kahler vor Weihnachten verstorben war. Der Restbetrag wurde nach dem Wunsch der noch Verbliebenen der Gemeinschaft jetzt dem Förderverein des Kreiskrankenhauses übergeben. Die rund 900 Euro überreichten Kurt Höhl und Karl Knoche dem Kassenwart des Vereins, Günther Seip.

Der Fördervereins-Vorsitzende Dr. Harald Schmid bedankte sich für „die stattliche Spende“, deren Entstehung die wechselhaften Lebensgeschichten und Schicksale einer Vorkriegsgeneration berühre. Der Spendenbetrag soll deshalb speziell für Einrichtungen im Krankenhaus verwendet werden, die den Bedürfnisse älterer Menschen zugute kommen.

Der Förderverein hat in der Vergangenheit zahlreiche Projekte erfolgreich gefördert, zum Beispiel die Sanierung der kardiologischen Überwachungsstation, die Einrichtung des Herzkatheterlabors, die Anschaffung eines Kernspintomographen und zuletzt technische Ausstattungen im Operationssaal und für die Kardiologie.

Mit seinen Aktionen will der Verein dazu beitragen, dass in Zeiten knapper Mittel im Gesundheitswesen finanzielle Engpässe im Krankenhaus überbrückt werden können und die Bevölkerung weiterhin hochrangig medizinisch versorgt wird, heißt es in einer Pressemitteilung. (nh/jun)

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