Pferd mit Apfel-Allergie

Kuscheltiere wurden in der Teddyklinik untersucht

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Fertig verarztet: Milena's Kuschelpferd kleiner Onkel wurde von Teddydoc Friederike Bauer (rechts) untersucht und bekam von Kieu anh Nguyen (links) Medikamente. 

Frankenberg. Kindern die Angst vorm Arzt zu nehmen, ist das Ziel der Teddyklinik. Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren waren eingeladen, mit ihrem Kindergarten oder den Eltern die Teddyklinik zu besuchen, zu der die Ederberglandhalle für einen Tag umgebaut wurde.

Und viele brachten wieder ihre Kuscheltiere, für die sie sich eine Krankheit ausgedacht hatten, zur Untersuchung in die Klinik.

Die sechsjährige Milena aus Laisa hat ihr Pferdchen kleiner Onkel dabei. „Er hat eine Allergie gegen Äpfel“, vermutet sie. Gemeinsam mit den Kindern ihrer Kindertagesstätte geht sie zur Anmeldung. Über den Tag verteilt kommen 17 Gruppen verschiedener Kitas vorbei, um ihre Kuscheltiere behandeln zu lassen.

Auf dem Weg zum Arzt: Milena hatte ihr Kuschelpferd kleiner Onkel mitgebracht.

Friederike Bauer ist der zuständige Teddydoc für Milena und kleiner Onkel und holt die beiden aus dem Wartezimmer. Als erstes untersucht sie das Stoff-Pferd, wobei Milena fleißig assistiert. Sie darf selbst die Herztöne abhören und die Ohren untersuchen. Zudem nehmen sie eine „Blutprobe“ bei dem Pferd. Für die Behandlung haben die Ärzte viele Möglichkeiten, sie können röntgen, mit Ultraschall untersuchen, haben eine chirurgische Station und einen Zahnarzt dabei. Das „Blut“ bringen sie ins Labor zur Untersuchung. Hier stellt sich heraus, dass Milenas Vermutung richtig war. „Er hat wirklich eine Allergie, das heißt, erst mal keine Äpfel mehr für den kleinen Onkel“, erklärt Friederike Bauer der Sechsjährigen.

Die Teddyärztin, die eigentlich Medizinstudentin ist, stellt ein Rezept für kleinen Onkel aus, das sie mit Milena gleich in der Apotheke nebenan einlöst. Er bekommt eine Kuscheltherapie von Milena, einen Eisbeutel zum Kühlen, falls er einen Ausschlag bekommt, und Früchtetee: „Denn viel trinken ist immer wichtig“, erklärt Bauer. Für Milena gibt es auch eine Kleinigkeit zum Naschen und Spielen.

Carina Dienemann und Fabienne Maas leiten im zweiten Jahr die Teddyklinik, die von über 30 Marburger Medizinstudenten im Verein „Teddyklinik Marburg“ organisiert wird. Sie war bereits zum neunten Mal in Frankenberg, wo sie vollständig vom Lions-Club finanziert wird.

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