Lächeln belohnt Rücksicht

Geschwindigkeits-Tafel vor Edertalschule in Frankenberg installiert

Optisches Signal: (von links) Karl-Heinz Eckel von der Stadt, SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer, Jürgen Lachner vom ADAC, Staatssekretär Jens Deutschendorf, Klaus Ruppelt von der Landesverkehrswacht Hessen und Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß am neuen Dialog-Display vor der Edertalschule.
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Optisches Signal: (von links) Karl-Heinz Eckel von der Stadt, SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer, Jürgen Lachner vom ADAC, Staatssekretär Jens Deutschendorf, Klaus Ruppelt von der Landesverkehrswacht Hessen und Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß am neuen Dialog-Display vor der Edertalschule.

An der Geismarer Straße in Frankenberg wurde ein sogenanntes Dialog-Display aufgehängt, das Kraftfahrzeugfahrer auf die Geschwindigkeit aufmerksam macht.

Frankenberg – Wem als Kraftfahrzeugfahrer auf der Geismarer Straße in Frankenberg ein gelber „Smiley“ entgegenblinkt, der hat alles richtig gemacht: Er bekommt damit signalisiert, dass er die dort vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde eingehalten hat und wird dafür jetzt mit einem Lächeln belohnt.

Durch das sogenannte Dialog-Display will die Stadt ab sofort die Verkehrssicherheit im Bereich der Edertalschule sowie des Ortenbergparkplatzes erhöhen. Denn es ist offensichtlich nicht selbstverständlich, dass sich alle an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. „Wir werden von der Bürgerschaft immer wieder darum gebeten, etwas gegen das zu schnelle Fahren zu unternehmen“, sagte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, als die elektronische Tafel installiert wurde.

Die Geschwindigkeitsübertretungen seien ein „gesellschaftliches Problem“, sagte Heß.

Die Stadt habe sich als eine von 290 Kommunen bei der Aktion „Ein Smiley für die Verkehrssicherheit“ beworben und eines der 48 in diesem Jahr vom Land Hessen, dem ADAC Hessen-Thüringen und der Landesverkehrswacht zur Verfügung gestellten Dialog-Displays bekommen. „Das dient sicher der Verkehrssicherheit“, sagte Heß.

„Die Verkehrsdisplays leisten einen wichtigen Beitrag“, bestätigte auch Staatssekretär Jens Deutschendorf. Sie seien eine besondere Form der Ansprache an die Verkehrsteilnehmer, die sehr gut funktioniere, da sie ein direktes, schnell zu erfassendes Signal abgeben. „Der Effekt ist, dass langsamer gefahren wird“, sagte Deutschendorf. Die Kosten von insgesamt 75 000 Euro für die 48 Tafeln trage das Ministerium und der ADAC Hessen-Thüringen. Die Landesverkehrswacht helfe den Kommunen insbesondere bei der Auswahl des genauen Standorts.

Display bietet emotionalen Anreiz

„Wir glauben, dass das ein gutes Projekt ist“, sagte Jürgen Lachner vom Vorstand des ADAC Hessen-Thüringen und verwies auf den „emotionalen Anreiz“ zur Geschwindigkeitsreduzierung, den das Displays biete. Die Aktion laufe bereits im vierten Jahr, teilte Klaus Ruppelt von der Landesverkehrswacht Hessen mit. Die dynamische Anzeige führe zu erhöhter Aufmerksamkeit des Fahrers. „Die Dialog-Displays sollten vor allem im Einzugsbereich von Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen installiert werden“, regte er an.

Karl-Heinz Eckel von der Stadt sagte, die Tafel sei derzeit so in Höhe der Bushaltestellen an der Edertalschule positioniert worden, dass bereits Fahrzeuge erfasst werden, die sich noch vor dem Zebrastreifen am Ortenbergparkplatz befinden. Die Reichweite könne je nach Neigungswinkel des Displays verändert werden.

Von Susanna Battefeld

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