Einzelhändler achten auf Hygieneregeln

Läden im Frankenberger Land bereiten sich auf Wiederöffnung vor

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Mit Schuhen und Atemschutzmaske: Birgit Faupel vom gleichnamigen Frankenberger Schuhhaus hat sich schon auf die Wiedereröffnung am Montag vorbereitet. 

Aufatmen bei vielen Einzelhändlern: Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen dürfen sie ihre Läden ab Montag wieder öffnen, sofern die Verkaufsfläche nicht über 800 Quadratmetern liegt.

Wir haben bei zwei Einzelhändlern nachgefragt, wie sie sich auf die Wiederöffnung vorbereiten: bei Birgit Faupel vom Schuhgeschäft „Faupel Schöne Schuhe“ in der Frankenberger Fußgängerzone und bei Volker Seipp von Sport Seipp im Einkaufszentrum Battenfeld. Seipp sagt nach einem Monat Zwangspause: „Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit unseren Kunden.“

„Seit Donnerstag sind wir schon wieder im Laden“, erzählt Schuhaus-Chefin Birgit Faupel. Zunächst musste sie allerdings ihre Mitarbeiterinnen über die neuesten Entwicklungen informieren – die befanden sich noch in Kurzarbeit.

„Wir machen alles ganz schön. Unsere Kunden sollen gerne wieder kommen“, erklärt Birgit Faupel. Das heißt: Die aktuelle Schuhmode wird in den Vordergrund gerückt, entsprechend werden auch die Dekorationen platziert. Und sie gewährt zur Wiederöffnung auf das gesamte Schuh-Sortiment zehn Prozent Rabatt.

Zudem lege sie größten Wert auf die Einhaltung der Hygienevorschriften, sagt Faupel: „Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sind bestellt.“ Und mit dem Personal seien die Abstandsregelungen von zwei Metern zu den Kunden noch einmal intensiv besprochen worden.

„Die Hygiene ist in dieser Zeit das A und O“, sagt Birgit Faupel. Beim Frankenberger Unternehmen Sondermaschinenbau Noll hat sie schon Plexiglasscheiben für den Kassenbereich bestellt. „Von dieser Möglichkeit hatte ich in der HNA gelesen“, erzählt die Schuhhaus-Chefin.

„Wir hoffen jetzt auf die Rückkehr zu einem Stück Normalität“, sagt Faupel. Allerdings ärgert sie sich, dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern noch nicht wieder aufmachen dürfen: „Für eine Stadt wie Frankenberg ist das unsinnig.“

Finanzielle Einbußen in der Zwangspause

Volker Seipp, Inhaber von Sport Seipp in Battenfeld.

Auch Volker Seipp freut sich, dass er seinen Sport-Laden in Battenfeld wieder aufmachen darf. „Wir hatten in den letzten Wochen natürlich finanzielle Einbußen“, berichtet er. „Jetzt hoffen wir, dass es ab Montag ähnlich gut läuft wie vor der Schließung.“

Insgesamt bleibe aber auch ein leicht mulmiges Gefühl, sagt Seipp. „Alle müssen weiterhin sehr vorsichtig sein, die Corona-Pandemie ist ja noch nicht durchgestanden.“ Und natürlich gebe es bei Einzelhändlern die Bedenken, dass Läden doch wieder geschlossen werden, wenn die Zahl der Infizierten wieder steigen sollte. „Wenn wir und die Kunden uns an die Regeln halten und alle an einem Strang ziehen, dann sollte das aber gutgehen“, sagt Seipp. 

Hygiene-Maßnahmen

„Zur Wiedereröffnung am Montag müssen wir folgende Hygiene-Maßnahmen ergreifen“, sagt Volker Seipp von Sport Seipp in Battenfeld und zählt auf: 

  • Aufklärungsarbeit an das gesamte Team leisten, zum Beispiel zum hygienischen Umgang mit dem Kunden 
  • Mindestabstände von 1,5 bis 2 Metern einrichten 
  • Hinweisblätter erstellen (u.a. Desinfektion und Hygieneregeln) 
  • Plexiglasschutz an der Kasse aufbauen 
  • Desinfektionsmittel für unsere Kunden, für das Personal und zum Reinigen des EC-Kassenterminals 
  • Gesichtsmasken für das gesamte Team 
  • Wir müssen darauf achten, dass nur eine begrenzte Kundenanzahl sich gleichzeitig im Geschäft aufhält.

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