Ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen

Land nimmt Frankenberger Stadtteile in Dorfentwicklung auf

Zwölf auf einen Streich: Die zwölf Frankenberger Stadtteile von Dörnholzhausen bis Willersdorf können ihre Infrastruktur nun im Zuge des neuesten Dorfentwicklungsprogramms weiterentwickeln. Am Mittwoch wurde Bürgermeister Rüdiger Heß bereits darüber informiert, dass Frankenberg im hessischen Dorfentwicklungsprogramm 2021 anerkannt wurde. Hier hält er eine Montage mit Motiven aus allen Stadtteilen in der Hand.
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Zwölf auf einen Streich: Die zwölf Frankenberger Stadtteile können ihre Infrastruktur nun im Zuge des neuesten Dorfentwicklungsprogramms weiterentwickeln. Hier hält Bürgermeister Rüdiger Heß eine Montage mit Motiven aus allen Stadtteilen in der Hand.

Die Stadt Frankenberg kann bis 2028 mit hohen Förderungen für ihre Stadtteile rechnen: Das Land Hessen hat Frankenberg ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen.

Frankenberg – Die Stadt Frankenberg ist vom Land Hessen als Förderschwerpunkt im hessischen Dorfentwicklungsprogramm 2021 anerkannt worden. Das Programm fördert Stadtteile unter 6000 Einwohnern, also können alle Frankenberger Stadtteile außer der Kernstadt nun im Zuge der Dorfentwicklung vom Land gefördert werden.

„Über diese Mitteilung bin ich sehr, sehr glücklich. Damit ist der Traum vieler Bürger in den Stadtteilen in Erfüllung gegangen“, kommentierte Bürgermeister Rüdiger Heß die Nachricht aus der Landeshauptstadt.

Für die Bewerbung der Stadt hatten sich Ende April die vier Fraktionen von CDU, Grüne, SPD und FDP im Stadtparlament stark gemacht.

„In Frankenberg haben wir in den vergangenen Jahren durch verschiedene Förderprogramme einen enormen Schwung in die Zukunftsfähigkeit der Kernstadt bekommen“, sagte Heß. Deshalb sei es wichtig, durch den Förderzuschlag nun die Stadtteile in den Mittelpunkt des städtischen Handelns stellen zu können – insbesondere nachdem in den vergangenen Monaten die Dorferneuerung in Geismar und Dörnholzhausen ausgelaufen sei.

„Auch diese beiden Dörfer und auch Orte wie Haubern, Röddenau und Willersdorf, die in den vergangenen Jahren schon im Dorferneuerungsprogramm waren, dürfen nun wieder Anträge stellen und ihre Entwicklung weiter voranbringen“, erklärte der Bürgermeister. „Die Entwicklung in den zwölf Stadtteilen liegt mir ebenso am Herzen wie die Entwicklung der Kernstadt“, betonte Heß.

Konzept für öffentliche und private Projekte

„Jetzt können wir mit den zwölf Stadtteilen in der nächsten Zeit ein integriertes Konzept für öffentliche und private Projekte erarbeiten, in das sich die Menschen für die zukünftige Entwicklung ihrer Dörfer mit einbringen können“, erklärte der Bürgermeister. Wie früher in Haubern und Röddenau und zuletzt in Geismar und Dörnholzhausen werde das Dorfentwicklungsprogramm einen „enormen Schub“ für die Dörfer bedeuten.

In Geismar war durch die Dorferneuerung im öffentlichen Bereich zuletzt ein neuer Kirchplatz entstanden, in Dörnholzhausen ein neuer Glockenturm. Im privaten Bereich konnten von den Bewohnern beispielsweise Fassadenrenovierungen oder Wohnraumentwicklungen vorgenommen werden. „Die meisten unserer Stadtteile waren bislang noch nie in einem Dorferneuerungsprogramm“, berichtete Heß.

Die Stadtverwaltung habe dem hessischen Umweltministerium eine „hervorragende Bewerbung“ vorgelegt, das sei ihm aus „vertraulichen Quellen“ mitgeteilt worden, freute sich der Bürgermeister. Sein Dank galt daher auch den Mitarbeitern der Verwaltung für die guten Vorarbeiten.

Die feierliche Anerkennung der Stadt Frankenberg als Förderschwerpunkt durch Umweltministerin Priska Hinz soll nun am 31. August in Wiesbaden stattfinden. Dabei soll der Festakt in einen ganztägigen Erfahrungsaustausch aller hessischen Kommunen in der Dorfentwicklung eingebettet werden.  Von Gerhard Meiser

Insgesamt zwölf Kommunen im Programm

Das Land Hessen hat insgesamt zwölf neue Gemeinden in das Dorfentwicklungsprogramms aufgenommen. Aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg ist dies neben Frankenberg auch Willingen.

„Wir wollen die hessischen Dörfer mit ihrem besonderen Charakter und historischen Gebäuden erhalten und als lebendige Orte für die Bürger weiterentwickeln. Dafür gibt es unser Dorfentwicklungsprogramm“, sagte Umweltstaatssekretär Oliver Conz in Wiesbaden.

Das Förderprogramm richtet sich an die kleinen Kommunen im ländlichen Raum. Den Kommunen und privaten Projektträgern stehen Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Gefördert werden zum Beispiel Sanierung und Neubau im Ortskern, Einkaufsmöglichkeiten, Platzgestaltungen, kulturelle und soziale Angebote oder Treffpunkte für die Ortsgemeinschaften.

Die 12 ausgewählten Kommunen können bis 2028 Förderungen beantragen. Sie werden zunächst ein Konzept mit Analyse der Ausgangslage, Strategie und Planung für die nächsten Jahre erstellen. Darauf folgt eine sechsjährige Förderphase für die Umsetzung der Projekte.

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