Lebensfreude durch Lieder

Willersdorfer Gruppe erfreut in Corona-Zeiten das Dorf mit Gesang

Gesangs-Quintett: Mit ihren Liedern wollen (von links) Heinz Krähling, Erwin Kleem, Günter Plett, Gerhard Baumann und Marion Scholl-Ritter ihren Mitmenschen auch während der Corona-Pandemie Hoffnung und Lebensfreude bereiten.
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Gesangs-Quintett: Mit ihren Liedern wollen (von links) Heinz Krähling, Erwin Kleem, Günter Plett, Gerhard Baumann und Marion Scholl-Ritter ihren Mitmenschen auch während der Corona-Pandemie Hoffnung und Lebensfreude bereiten.

Ob die Sonne scheint, ob‘s regnet oder stürmt: In Corona-Zeiten erfreut das Willersdorfer Quintett seine Mitmenschen bis in den Herbst hinein mit den Liedern.

Willersdorf – Von der höchsten Erhebung des Dorfes in der Straße „Neue Brücke“ lassen Heinz Krähling, Erwin Kleem, Günter Plett, Gerhard Baumann und Marion Scholl-Ritter Volks- und Kirchenlieder erklingen – beispielsweise „Nun aufwärts froh den Blick gewandt“ oder „Im schönsten Wiesengrunde“. Das Liederbuch und das kirchliche Gesangbuch haben sie immer dabei, auf die Abstandsregel wird selbstverständlich geachtet. „Das ganze Dorf kann mithören“, sind die Sänger sicher.

Fast immer im Repertoire haben die Sängerin und die vier Sänger das „Willersdorfer Lied“, die heimliche Hymne ihres Heimatdorfes: „Oh Willersdorf im Buchbachtale, dort wo meine Wiege stand, ihr Häuser, ihr Straßen, ihr Gassen, niemals werd‘ ich euch verlassen“, heißt es im Text. „Unsere Straße ist sehr singfreudig“, erzählt das Quintett, alle stammen aus der unmittelbaren Nachbarschaft.

Das gemeinsame Singen der fünf Willersdorfer hat Tradition: „Die Freude am Gesang führte uns zusammen“, erzählt Gerhard Baumann. „Wir singen schon seit der Silberhochzeit von Heinz und Christa Krähling“, berichtet Marion Scholl-Ritter: „Die Krählings hatten inzwischen schon Goldene Hochzeit“.

Seit dem Start der Corona-Pandemie erfreute das Quintett die Einwohner des Dorfes zunächst jeden Tag mit seinem Gesang, jetzt immer dienstags, donnerstags und sonntags: „Wir machen das wetterabhängig“, erzählen die Sänger - zusammen sind sie schon 370 Jahre alt.

Zum Abschied stimmen die Sänger immer ein Abendlied an – etwa „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Weißt Du wie viel Sternlein stehen“ von Hermann Prey. „Wir haben ein großes Repertoire“, sagt Marion Scholl-Ritter: „Mit unseren Liedern wollen wir Hoffnung und Lebensfreude versprühen.“  mjx

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