Lesung auf Schulhof verlegt

Literarischer Frühling: 400 Gäste kamen zu Andrea Sawatzki nach Frankenberg

Willkommener Schatten: Die Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki (links) stellte unter praller Sonne auf dem Schulhof der Edertalschule in Frankenberg ihren neuesten Roman vor. Christiane Kohl, Leiterin des Festivals Literarischer Frühling, spendete mit einem Schirm Schatten.
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Willkommener Schatten: Die Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki (links) stellte unter praller Sonne auf dem Schulhof der Edertalschule in Frankenberg ihren neuesten Roman vor. Christiane Kohl, Leiterin des Festivals Literarischer Frühling, spendete mit einem Schirm Schatten.

Premiere in Frankenberg: Andrea Sawatzki las erstmals aus ihrem neuen Roman. Rund 400 Zuschauer besuchten die Veranstaltung, die kurzfristig ins Freie verlegt worden war.

Frankenberg – Mit 400 Zuschauern war die Schauspielerin und Autorin Andrea Sawatzki der Publikumsmagnet beim ersten Nachholteil des Festivals Literarischer Frühling in Waldeck-Frankenberg, der am Donnerstag begann und am heutigen Montag endet.

Kurzfristig hatten die Organisatoren um Festivalleiterin Christiane Kohl die Lesung in Frankenberg von der Kulturhalle ins Freie – auf den Schulhof der benachbarten Edertalschule – verlegt.

Wie viele Besucher tatsächlich kommen würden, konnten sie im Vorfeld nicht einschätzen. Denn bei anderen Veranstaltungen waren etliche Gäste, die schon 2020 Eintrittskarten gekauft hatten, nicht erschienen – zum Beispiel beim Lesedinner mit Wolfgang Herles auf Schloss Waldeck – oder sie waren bei Neubuchungen coronabedingt noch vorsichtig. „In diesem Jahr ist alles anders als sonst“, hatte Christiane Kohl bei der offiziellen Eröffnung mit der Schriftstellerin und TV-Moderatorin Thea Dorn am Freitagabend in Frankenberg gesagt.

Wie berichtet, mussten die für Frühling 2020 geplanten Veranstaltungen des Literarischen Frühlings vier Mal verschoben werden und finden nun in zwei Teilen – Anfang Juli und Anfang September – statt. Dass es bei der Organisation „ruckelt“, hatte Festivalleiterin Kohl im Vorfeld mehrfach betont. Und das bekamen auch die Besucher der Sawatzki-Lesung am Samstagnachmittag zu spüren. Doch geduldig ertrugen sie, dass der Einlass über eine Stunde dauerte und die Veranstaltung um 14 statt um 13 Uhr begann.

Und geduldig harrten sie ohne Kopfbedeckung in der prallen Sonne auf ihren Plätzen aus. „Ganz schön warm. Halten Sie aus!“, rief die Schauspielerin dem Publikum zu, obwohl sie selbst unter der Hitze litt – und dennoch, nach einem Einführungsgespräch mit Wolfgang Herles, über eine Stunde aus ihrem neuesten Buch der auch verfilmten Serie über die Familie Bundschuh las: „Woanders ist es auch nicht leiser“. Die Lesung war eine Premiere und die Zuschauer spendeten immer wieder Zwischenapplaus.
Von Martina Biedenbach

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