Vortrag von Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz

Literarischer Frühling: Erinnerungen an Ludwig Emil Grimm

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Auf Spurensuche nach Ludwig Emil Grimm: Stolz präsentierten (von links) Hans Sarkowicz, Albert Schindehütte und Heiner Boehncke ihren prachtvoll ausgestatteten Band über den Malerbruder der Märchensammler.

Frankenberg. „Er war ein Schalk mit großem Herzen“, „ein Alleskönner“, „eine prägende Figur der deutschen Romantik“ – den beiden literarischen Spurensuchern Prof. Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz war immer noch ihre Begeisterung anzumerken, die sie mit dem hochtalentierten Malerbruder Ludwig Emil Grimm (1790-1863) verbindet.

Im Hotel Die Sonne Frankenberg stellten sie beim Festival Literarischer Frühling die von ihnen edierten Lebenserinnerungen des „bekannten Unbekannten“ aus Kassel vor, erschienen in einem opulenten Bildband, den der zeitgenössische Künstler Albert Schindehütte ebenbürtig zu illustrieren half.

Dabei war dieser Grimm-Bruder von einer deutschen Rechtschreibung manchmal noch weit entfernt. Jedenfalls gab es trotz klarer Kurrentschrift im Manuskript Textstellen, die selbst für die beiden Literaturwissenschaftler nicht auf den ersten Blick zu entziffern waren. „Ludwig Emil Grimm wollte nie etwas anderes tun als zeichnen, zeichnen, zeichnen!“ meinte Hans Sarkowicz. „Aber für uns war es wie ein Wunder: Er kann auch erzählen, und zwar sprachlich sehr schön!“ schilderte Heiner Boehncke von den Vorarbeiten für ihr Buch.

Ausdrücklich sollten die von Ludwig Emil Grimm niedergeschriebenen Lebenserinnerungen gar nicht publiziert werden. 1911 und 1950 erschienen dennoch Ausgaben, aber mit großen Mängeln. Für ihre nun endlich wissenschaftlich so sorgfältige und noch dazu prachtvoll illustrierte Edition sind Boehncke und Sarkowicz von der Kritik hoch gelobt worden.

Das Frankenberger Publikum erlebte eine höchst unterhaltsame Vorstellung.

Mehr dazu lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Karl-Hermann Völker

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