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Machbarkeitsstudie für Kreiskrankenhaus in Frankenberg – Das sagt die Stadt

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Von: Jörg Paulus

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Kreiskrankenhaus Frankenberg
Für die Zukunft des Kreiskrankenhauses in Frankenberg will der Landkreis eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen. © Paulus, Jörg

Wie steht die Stadt Frankenberg zu den neuen Zukunftsplänen des Landkreises für das Kreiskrankenhaus in Frankenberg? Das haben wir Bürgermeister Rüdiger Heß gefragt.

Frankenberg – Der Landkreis Waldeck-Frankenberg will mit einer Machbarkeitsstudie untersuchen lassen, wie das Kreiskrankenhaus in Frankenberg und die Gesundheitsversorgung im Südkreis für die Zukunft am besten aufgestellt sein sollten. Nach unserer Berichterstattung über die Pläne des Landkreises haben wir die Stadt Frankenberg um eine Stellungnahme zu diesem großen Zukunftsprojekt gebeten.

Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß bewertet es „als sehr positiv“, dass der Landrat „mit seiner strukturierten Arbeitsweise“ das Kreiskrankenhaus zukunftssicher aufstellen wolle: „Ziel muss es sein, dass die Bevölkerung im Südkreis und auch noch darüber hinaus Zugang zu einer gesicherten Gesundheitsversorgung hat. Alle bisherigen Versuche, das Krankenhaus in die Zukunft zu führen, hatten bisher leider nicht den erwünschten Erfolg. Das jetzige Vorgehen stimmt mich hoffnungsvoll.“

Auf die Frage, ob die Stadt bisher in die neuen Überlegungen für das Kreiskrankenhaus eingebunden sei, sagte Heß: „Ich bin froh, dass der Landrat und ich seit seinem Amtsantritt sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten. Das hat schon das äußerst konstruktive Vorgehen bei der Standortwahl für die Technische Hochschule gezeigt. Das hat zu einem Standort geführt, der städtebaulich integriert ist. Was das weitere Vorgehen beim Kreiskrankenhaus angeht, bin ich zuversichtlich, dass der Landkreis die Stadt auch hier mit einbezieht und beteiligt.“

Auch Neubau des Kreiskrankenhauses kommt in Frage

Wie berichtet, könnte ein Ergebnis der Machbarkeitsstudie sein, dass das Kreiskrankenhaus an anderer Stelle neu gebaut wird, statt es im Bestand zu modernisieren und neu zu strukturieren. Bei der Frage, wo ein solcher Neubau in Frankenberg entstehen könnte, wolle die Stadt „nicht den dritten Schritt vor dem ersten gehen“, sagte Pressesprecher Florian Held. Es gelte zunächst abzuwarten, was sich weiter ergebe, zu welchen Ergebnissen die geplante Machbarkeitsstudie komme.

Alle bisherigen Versuche, das Krankenhaus in die Zukunft zu führen, hatten bisher leider nicht den erwünschten Erfolg. Das jetzige Vorgehen stimmt mich hoffnungsvoll.

Rüdiger Heß, Bürgermeister Frankenberg

„Sollte ein Gutachten ergeben, dass das Krankenhaus an anderer Stelle neu gebaut werden soll, ist die Stadt selbstverständlich gerne bereit, gemeinsam und konstruktiv einen passenden Ort zu finden, der im Einklang mit der Studie steht“, erläuterte Held.

Es sei deshalb aus Sicht der Stadt jetzt auch zu früh, über eine mögliche Nachnutzung des bisherigen Krankenhaus-Gebäudes zu spekulieren. „Der jetzt angestoßene Prozess wird sicher erst in den kommenden zehn Jahren zu tatsächlichen Veränderungen führen“, so die Einschätzung der Stadtverwaltung. Aktuell würden sicherlich Wohnungen benötigt, aber niemand könne vorhersagen, was in Zukunft gebraucht werde.

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