Neuer Trend

Dorfflohmärkte werden im Frankenberger Land immer beliebter - auch wegen Corona

Auch (von links) Ulrike Höhne, Regina Held, Ina Weppler und Fee Weppler waren mit einem Stand vertreten.
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Dorfflohmarkt in Röddenau: Auch (von links) Ulrike Höhne, Regina Held, Ina Weppler und Fee Weppler waren mit einem Stand vertreten.

Immer mehr Dörfer laden zu Haus- und Hofflohmärkten im Freien ein. Zum Teil ersetzen sie auch die wegen Corona ausgefallenen Basare.

Röddenau – Bücherstände im Carport, Spielzeugtische vorm Gartentor und Omas Kaffeeservice in der Scheune: Hofflohmärkte werden immer beliebter. Inzwischen laden ganze Dörfer zum Stöbern ein, wie etwa am vergangenen Samstag in Röddenau, wo 30 Aussteller „alles, was Dachboden und Keller so hergegeben haben“, angeboten haben, wie eine der Organisatorinnen es formuliert.

Da die Veranstaltungen im Freien stattfinden, sind sie – unter Einhaltung der Hygieneregeln – auch in den aktuellen Corona-Zeiten möglich. „Außerdem wird auch die Dorfgemeinschaft ein bisschen gestärkt“, sagt Ina Weppler, eine der Initiatoren des ersten Röddenauer Haus- und Hofflohmarktes.

„Man hat soviel zu Hause rumstehen, was man selbst nicht mehr benutzt, das können aber vielleicht andere gebrauchen“, sagt sie und verweist auch auf den Nachhaltigkeitsfaktor der Aktion.

Federführend organisiert wurde der Haus- und Hofflohmarkt von Familie Völlmig, die auf ihrem Hof auch Bratwurst und Getränke für die Besucher anbot. „Weil auch die Büchertage gerade hier stattfinden und es in der Dorfkneipe R11 heute Kaffee und Kuchen gibt, habe ich gedacht: Das passt, das ergänzt sich prima“, sagte Petra Völlmig-Zissel am Samstag in Röddenau. Die von den Teilnehmern erbetenen Standgebühren sollen komplett an den örtlichen Kindergarten gehen, kündigte sie an. „Im Prinzip hat ja jeder was auf dem Dachboden stehen“, sagt Völlmig-Zissel. „Ich glaube, solche Dorfflohmärkte werden immer beliebter.“

Gudrun Eifler, die schon mehrmals einen privaten Flohmarkt veranstaltet hat, begrüßt es, dass erstmals das ganze Dorf beteiligt ist. „Ich fände es schön, wenn das regelmäßig stattfinden würde“, sagt die Röddenauerin.

Auch in Battenfeld geht der Trend zum Höfeflohmarkt: Die Mutter-Kind-Gruppe Kuckucksnest hatte im September – wie vor einem Jahr – dazu eingeladen. „Weil wir wegen Corona unseren Kinderkleider- und Spielzeug-Basar absagen mussten, haben wir stattdessen im September draußen einen Flohmarkt veranstaltet“, sagt Janina Kuhn: „Man geht ja sonst unter in Klamotten.“ Mehr als 30 Höfe hatten sich beteiligt.

Auch in Battenfeld sollen die Standgebühren einem guten Zweck zugeführt werden: „Wir spenden sie an die Flutopfer“, kündigt Kuhn an.

In Ernsthausen findet am kommenden Samstag, 13. November, von 10 bis 16 Uhr erstmals ein Dorfflohmarkt statt. „Die Idee hatte ich schon länger“, sagt Diana Herklotz. Nachhaltigkeit sei ein wichtiges Thema und gerade vor Weihnachten sei es gut, wenn man zum Beispiel gebrauchte Kinderkleidung oder Spielzeug günstig kaufen könne. Durch Corona seien ja viele Basare ausgefallen. „Wir haben schon 30 Stände und es rufen immer noch Interessenten an – auch aus anderen Orten.

Amelie Mitt (links) mit ihrer Oma Petra Völlmig-Zissel, die den Dorfflohmarkt federführend organisiert hat.

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