Eventuell ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018

Marburg hofft auf ICE-Halt

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Ein Diesel-ICE trifft bei einer Sonderfahrt am 10. Mai 2006 in Frankenberg ein. Fahrplanmäßig könnten solche Hochgeschwindigkeitszüge auf der Linie von Karlsruhe nach Stralsund in Marburg ab Dezember 2018 Realität werden. 

Marburg. Ein ICE-Halt für Marburg ist „zum Greifen nah“. Davon ist der Marburger Bundestagsabgeordnete Sören Bartol (SPD) überzeugt.

Nach einem „wahrscheinlichen Szenario“ der Bahn werde die Universitätsstadt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 an das ICE-Netz angebunden. Dafür soll die bisherige IC-Linie von Karlsruhe nach Stralsund in eine ICE-Linie umgewandelt werden.

Damit würde sich die Reisegeschwindigkeit auf 230 Stundenkilometer erhören. Die ICE-T-Wagen hätten zudem Klimaanlagen, kostenloses Wlan, Fahrradstellplätze und ein Bordrestaurant.

„Das ist eine tolle Nachricht für Marburg“, freut sich SPD-Verkehrsexperte Bartol: „Damit würde ab 2018 ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen.“ Damit bekäme die Universitätsstadt den Platz im Fernverkehrsnetz, der ihr gebühre. Vorausgegangen waren Gespräche über mehrere Jahre zur Perspektive der Fernverkehrsanbindung Marburgs.

Für die Umstellung der IG-Linie 26 auf ICE-Fahrzeuge sind laut Bartol noch einige Rahmenbedingungen zu klären. So müssen die Bahnsteige in Treysa und Ribnitz-Damgarten modernisiert, Regelungen zur Anrechnung von Nahverkehrstarifen und Semestertickets der Universitäten Marburg und Rostock getroffen und die ICE-Wagen mit Fahrradstellplätzen nachgerüstet werden.

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