Bauarbeiten haben begonnen

Marburger Straße in Frankenberg wird für 4,3 Millionen Euro umgebaut

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde mit dem Ausbau der Marburger Straße zwischen Wohngebiet Hinstürz und Burgwaldkaserne begonnen. Im Bild: (von links) Helge Hessler (Ingenieurbüro Zick-Hessler), EGF-Geschäftsführer Jens Nehl, Bauamtsleiter Karsten Dittmar, Jörg Scheffer (Baufirma Rohde), Bürgermeister Rüdiger Heß.
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Mit dem symbolischen Spatenstich wurde mit dem Ausbau der Marburger Straße zwischen Wohngebiet Hinstürz und Burgwaldkaserne begonnen. Im Bild: (von links) Helge Hessler (Ingenieurbüro Zick-Hessler), EGF-Geschäftsführer Jens Nehl, Bauamtsleiter Karsten Dittmar, Jörg Scheffer (Baufirma Rohde), Bürgermeister Rüdiger Heß.

Am südlichen Stadtrand von Frankenberg hat in dieser Woche der Umbau der Marburger Straße begonnen. Die ehemalige Kreisstraße wird zwischen dem Baugebiet Bockental und dem geplanten neuen Baugebiet „An der Marburger Straße“ zu einer innerörtlichen Stadtstraße umgebaut. 

Frankenberg – Die Autofahrer haben sich an die Vollsperrung der Marburger Straße am Ortsrand von Frankenberg zwischen dem Wohngebiet Hinstürz und dem Abzweig Ostumgehung Kassel/Dillenburg bereits gewöhnt: Seit 7. April war dort der Kampfmittelräumdienst mit Sondierungsarbeiten im Einsatz. Anfang der Woche sind nun auch die Bagger angerückt.

Über eine Länge von etwa 300 Metern wird dort die frühere Kreisstraße 117 zu einer Stadtstraße zurückgebaut. Zudem werden zwei neue Kreisverkehrsplätze entstehen. Die Arbeiten sollen bis Ende August 2022 dauern, also rund 16 Monate. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,3 Millionen Euro: 2,5 Millionen für den Straßenbau und 1,8 Millionen für die Energie- und Wasserversorgung. Hintergrund der Arbeiten sind das neue Baugebiet „An der Marburger Straße“ und der Bau eines neuen Familienzentrums mit Kita.

Beim symbolischen Spatenstich in kleinem Kreis war die Stimmung bei den Protagonisten prächtig. Bürgermeister Rüdiger Heß sprach von einer Dynamik, die schon seit Anfang der 2000er im Bereich des Bockentals festzustellen sei: Dort wurden in den vergangenen Jahren rund 150 neue Häuser gebaut. 150 Neubauten sollen es auch im Neubaugebiet „An der Marburger Straße“ werden.

Mehr Anfragen als Bauplätze

„Wir wollen Menschen hierher bekommen und die Wünsche der Bauwilligen befriedigen“, sagte Heß. Für das neue Baugebiet gebe es schon mehr als 150 Anmeldungen, in einem ersten Abschnitt sollen 60 Bauplätze für Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und für Geschossbauten erschlossen werden. Sein Dank galt der Politik: „Wir haben das gemeinsam auf den Weg gebracht.“

Besonders stolz äußerte sich Heß über die beiden neuen Kreisverkehrsplätze, die in der Marburger Straße entstehen – darunter der erste fünfarmige Kreisel in Frankenberg. Dieser Kreisverkehr soll das Bockental, das neue Baugebiet mit Familienzentrum sowie die Marburger Straße in Richtung Bahnhof und die alte Kreisstraße 117 anbinden.

Die Fahrbahn der Stadtstraße soll 6 Meter breit werden, die beidseitigen, kombinierten Geh- und Radwege je 3,25 Meter. Zwei weitere Straßen im Westen und Osten der Stadtstraße sollen zunächst im „Vorstufenausbau“ hergestellt werden.

„Enorme Bautätigkeit“

Von einem „Großbauprojekt“ sprach Helge Hessler vom Ingenieurbüro Zick-Hessler aus Wettenberg. 18 500 Quadratmeter Straßenfläche müssten bearbeitet werden. 74 Schachtbauwerke sowie 3,5 Kilometer Stromleitungen und zwei Kilometer Beleuchtungskabel nannte Jens Nehl, der neue Geschäftsführer des Frankenberger Energieversorgers EGF. Das Baugebiet werde der EGF neue Kunden bringen.

Jörg Scheffer, Geschäftsführer des Straßenbauunternehmens Rohde aus Korbach, freute sich über die „enormen Bautätigkeiten“ in Frankenberg: „Das ist außergewöhnlich für eine Stadt dieser Größenordnung.“

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