Marike erlebt Weihnachten in kenianischem Kinderheim

Abends beim Zähneputzen. Marike van Bentum aus Dörnholzhausen ist in einem entwicklungspolitischen Freiwillligendienst in einem kenianischen Kinderheim tätig. Foto: nh

Dörnholzhausen. Die 20-jährige Marike van Bentum aus Frankenberg-Dörnholzhausen erlebt die Weihnachtszeit ganz anders als bisher - nämlich in einem kenianischen Kinderheim.

Für Marike van Bentum aus Dörnholzhausen, die im Juni an der Edertalschule ihr Abitur gemacht hat, stand schon länger fest, dass sie nach der Schule für ein Jahr einen entwicklungspolitischen Freiwillligendienst in Kenia machen wollte und die Arbeit mit Kindern ihr besonders am Herzen lag. „Ich interessiere mich für die Kultur, aber auch für die Landschaft und die politische Entwicklung in diesem Land, das sonst oft nur als Ziel für Safaris wahrgenommen wird“, sagt sie.

Mit „VIA e.V., einer Organisation, die durch das staatliche Förderprogramm „weltwärts“ gefördert wird, fand Marike schließlich ein passendes Projekt: das Kinderheim „Dream Children’s Home“ nahe der Hauptstadt Nairobi. Und von dort schildert sie der HNA per E-Mail von ihrem Einsatz für die rund 70 Kinder und wie sie die (Vor-)Weihnachtszeit dort erlebt.

„Mir fällt es derzeit schwer, bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad in Weihnachtsstimmung zu kommen und ich empfinde es absurd, wenn die Kinder im Heim anfangen zu singen: We wish you a merry christmas“, schreibt Marike.

Ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland ist, dass man Weihnachten in Kenia - wie in den anglo-amerikanischen Ländern - am 25. Dezember und nicht am 24. Dezember feiert. Generell gehen die Leute an diesem Tag in die Kirche, verbringen den Tag mit ihren Familien und es gibt etwas Besonderes zu essen. „Aber der Geschenkewahnsinn hat bisher nur sehr minimal Einzug in die kenianischen Haushalte gehalten“, hat Marike beobachtet.

Den 24. Dezember verbringt Marike mit ihrem Besuch aus Deutschland. Am 25. Dezember ist Marike im Kinderheim. Das Besondere an dem Tag für die Kinder ist das Essen, denn es ist nahezu der einzige Tag im Jahr, an dem die Kinder Fleisch zu essen bekommen. Es wird auch zusammen gesungen, gespielt und gebetet.

Die christliche Religion ist in Kenia für 82,6 Prozent der Menschen das Bekenntnis, andere verbreitete Religionen sind der Islam und andere Naturreligionen.

Marike freut sich darauf, Weihnachten mit den Kindern zu verbringen. „Das kommerzielle Weihnachtsfest in Deutschland werde ich nicht vermissen, natürlich aber die gemeinsame Zeit mit meiner Familie.“

Ihre Eltern, Claudia und Ernst van Bentum, sind froh, dass zumindest Marikes drei Schwestern an Weihnachten im Land sind. Die Älteste von ihnen, Sarah (26), hat der HNA schon von Einsätzen in Nicaragua und Ägypten berichtet.

Was Marike in dem Kinderheim alles zu tun hat und wie sie mit kleinen Projekten zur besseren Ernährung beiträgt, das lesen sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Infos auf: www.via-ev.org

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