Neuer Teil der Serie "Ein Tag mit..."

Martina Paar pflegt das Stadtbild in Frankenberg

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Unkraut jäten: Das ist ein großer Teil von Martina Paars Arbeit. Sie ist Mitarbeiterin des Frankenberger Betriebshofs. Unser Foto zeigt die 50-Jährige im Beet des Kreisels in der Hainstraße.

Frankenberg. In der Serie "Ein Tag mit" begleiten wir Menschen mit spannenden Berufen und in außergewöhnlichen Lebenssituationen. Diesmal ist es Betriebshof-Mitarbeiterin Martina Paar. 

Von Frühjahr bis Herbst macht Martina Paar vor allem eins: Unkraut jäten. „Wenn man meint, man ist fertig, geht es wieder von vorne los“, sagt sie und lacht. Die 50-Jährige ist Mitarbeiterin des Frankenberger Betriebshofs und vor allem für die Grünpflege zuständig. Das heißt: Ihr Arbeitsplatz ist draußen. Von einem Beet arbeiten sich drei Kolleginnen in der Grünpflege zum nächsten fort.

Heute Morgen entfernt Martina Paar Unkraut im Beet des Kreisels in der Hainstraße in Frankenberg. Damit sie die Wildkräuter samt Wurzeln entfernen kann, benutzt sie einen Unkrautstecher.

Wenn keine anderen Arbeiten anliegen, kommt es auch schon mal vor, dass die Frankenbergerin mehrere Tage am Stück Unkraut entfernt. Langweilig wird ihr dabei nicht. „Das fragen mich viele Leute, aber ich kann nicht sagen, dass es mich langweilt.“ Bei der Arbeit gehe ihr viel durch den Kopf. „Zum Beispiel, was ich heute Abend koche“, erzählt sie. Das Gärtnern macht ihr Spaß, so pflegt sie auch ihren eigenen Garten gern. „Man will es zuhause ja auch schön haben.“

Der heutige Arbeitstag von Martina Paar beginnt nicht mit dem Jäten. Schon morgens um sieben fährt sie mit dem Bauhoffahrzeug alle Straßen in Frankenberg und Röddenau ab, an deren Ränder Blumenkübel stehen. „Nach dem starken Regen der vergangenen Tage muss ich die Kübel ausputzen“, erklärt die Frankenbergerin. Auch um die städtischen Blumen an den beiden Friedhöfen kümmert sie sich heute. Pünktlich zum Arbeitsbeginn fängt es an zu nieseln. Das wechselhafte Wetter in diesem Sommer macht Paar aber nichts aus. „Ich habe mich schon daran gewöhnt. Ich sage mir dann: Man ist ja nicht aus Zucker.“

Geranien und Vanilleblumen

Los geht das Ausputzen in der Ritterstraße. Paar pflückt den verwelkten Flor oder gesamte Blütenstängel und wirft beides in einen schwarzen Eimer, der vor ihr steht. „Wenn die verblühten Teile entfernt sind, kommen die neuen Blüten besser nach“, erklärt sie. Gepflanzt sind beispielsweise Geranien, Wandelröschen oder Vanilleblumen. „Dieses Jahr haben wir richtig Glück. Zum Teil werden Pflanzen auch gestohlen oder zerstört – das war bisher nicht der Fall.“

Weil es nun viel geregnet hat, muss Martina Paar heute nicht gießen. Ansonsten macht sie das alle zwei bis drei Tage – auch, wenn es zwischendurch etwas geregnet hat. „Ich werde öfter angesprochen, warum ich trotz Regen gießen würde. Das Wasser dringt aber nicht immer bis unten in die Kübel ein“, sagt Paar.

Ihre Pause verbringt sie im Betriebshof. „Wenn wir aber in einem der Stadtteile arbeiten, essen wir auch mal im Auto.“

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